Neuemissionen 2018: Die meisten neuen Aktien lohnen nicht

Siemens Healthineers mit pumperlg’sunder Performance! Aber mit den meisten neuen Aktien des Jahres 2018 haben Anleger kräftig verloren: Hätte man jeden Börsendebütanten zum 1. Kurs geordert, stehen unter dem Strich 23% Verlust. Wer stattdessen DAX-ETFs gekauft hat, ist mit minus 14% glimpflicher davongekommen.

Wertentwicklung YoY 2008-18 Header

Der bunte Blick zurück: Die wichtigsten Anlage-Klassen und Aktien-Indices 2008-18

„Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen“, hat Helmut Kohl gesagt. Das gilt auch für die Finanzmärkte. Deshalb hier der bunte Blick auf das „Big Picture“: Die jährlichen und kumulierten Wertentwicklungen wichtiger Anlage-Klassen und Aktien-Barometer seit 2008 – allesamt investierbar über ETFs und/oder Open End-Zertifikate auf die genannten oder stark vergleichbare Indices.

DAX Familie 2008 2018 Header

Nach sechsmal grün jetzt wieder rot: Große Infografik zur DAX-Familie 2008-18

So, das war’s mit dem deutschen Aktien-Jahr 2018. Denn an Silvester wird nicht gehandelt. Deshalb schon jetzt die Schlussbilanz, die ziemlich mau ausfällt. Alle Marktsegmente zweistellig im Minus. Aber nach sechs „grünen“ Jahren hintereinander war das wohl eine Frage der Zeit. Wichtiger ist das „Big Picture“: Die große Infografik zur DAX-Familie 2008-18.

Weihnachtsrally Header Grinch

Jahresendrally der anderen Art: Wie der Minus-Dezember einzuordnen ist

Eigentlich sind Börsenweisheiten ja das Revier von Jessica Schwarzer. Aber jetzt muss ich mir mal ein Kostolany-Bonmont ausborgen. „An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil“, hat der legendäre Spekulant einst philosophiert. Wie recht er hatte, sieht man an einer laaangen Graphik, die ich letztes Jahr schon mal gepostet hatte – damals um zu zeigen, wie extraordinär das Jahr 2017 war: Erstmals in der (Nachkriegs-)Geschichte hatte der S&P von Januar bis Dezember jeden Monats mit Gewinn abgeschlossen. Auch 2018 könnte historisches passieren, nur mit umgekehrten Vorzeichen.

Wallstreet Schnupfen Header

S&P 500 im Korrekturmodus: Wenn Wall Street niest, kriegt Europa den Schnupfen

So, nun ist als letztes der großen Aktien-Barometer auch der US-amerikanische S&P 500 im Korrekturmodus. Bei 2.633 Zählern notiert der New Yorker Leitindex gut 10% unter seinem am 20. September aufgestellten Schluss-Rekord. Gleichzeitig bestätigt sich das alte Börsen-Bonmot „Wenn Wall Street niest, kriegt Europa den Schnupfen“. Denn der EURO STOXX hat im 4. Quartal bislang noch ein bisschen mehr verloren – obwohl der mit den 306 wichtigsten Firmen der Euro-Zone bestückte Index dem S&P 500 schon seit Jahren hinterher hinkt und seit Mitte 2017 völlig den Anschluss verloren hat.

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Apple eingeholt: Drei Lektionen aus dem Comeback von Microsoft

Microsoft gestern zeitweise das wertvollste Unternehmen der Welt. 2010 war Apple an der Fenster-Firma vorbeigezogen. Jetzt sind beide Giganten wieder gleichauf – mit je $850 Mrd. Börsenwert. Doch was wirklich zählt, ist Qualität. Und auch dabei ist Microsoft Spitze: Feinster DividendenAdel mit nunmehr 14 Anhebungen in Folge und angemessenem Payout.

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Defensiv investieren im Zinstal: Hinter den Kulissen des Zukunftsfonds

„Einfach clever sparen“, das wollen Ex-Bild-Chefredakteur Kai Diekmann und Ex-Großbanker Leonard Fischer den Deutschen beibringen. Mit einem Fonds, der nicht weniger sein soll als die Alternative zum Sparbuch. Seit einem Jahr ist „Der Zukunftsfonds“ nun am Markt – und während viele Medien bloß hämisch kommentieren, dass bislang statt der avisierten 20 Mrd. nur 15 Mio. Euro zusammengekommen sind, blicke ich gemeinsam mit Tobias Kramer mal hinter die Kulissen des Fonds: Warum werden drei Viertel des Vermögens in Cash gehalten? Was haben Öl-Aktien und italienische Staatsanleihen mit „Zukunft“ zu tun? Und wie soll bei 1,4% Jahresgebühr noch eine auskömmliche Rendite erwirtschaftet werden?

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Goodwill, Schulden und das Akorn-Debakel: Darum stürzt die Fresenius-Aktie ab

Als einzige deutsche Firma erfüllt Fresenius die US-amerikanische Definition eines Dividenden-Aristokraten: Mehr als 25 Anhebungen in Folge. Dabei liegt die Ausschüttungsquote jedoch zumeist unterhalb des DividendenAdel-Korridors (25-75%). Das ist aber nicht der Grund dafür, dass der Gesundheitsdienstleister an der Börse zuletzt kräftig unter die Räder gekommen ist und die Aktie nun knapp 40% unter ihren Hochs aus 2017 notiert. Auch wirklich schlechte News gibt’s nicht. Stattdessen werden einige Risikofaktoren schärfer eingepreist als früher.

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Plötzliche Gewinnwarnung: DAX-Konzern Covestro verhohnepipelt Aktionäre

Ich bin sauer. Stinksauer. Auf Covestro. Nein, nicht weil die Aktie heute um 15% abgeschmiert ist. Im Gegenteil: Eigentlich wollte ich über ein paar Tranchen eine Position aufbauen und dabei habe ich nichts gegen Preisnachlässe. Auch dass ein zyklisches Unternehmen eine Gewinnwarnung ausgibt, schreckt mich nicht unbedingt. Das Konjunkturklima ist rauher geworden und 4,5% Prozent Dividendenrendite (zum Zeitpunkt meines Einstiegs) sind immer auch Signal und Prämie für das Risiko, das man eingeht. Was mich jedoch auf die Palme bringt: Erst am 25. Oktober, hatte Covestro den Ausblick für 2018 bestätigt.

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DAX Dividendensaison 2019: Ein erster Blick in den Kaffeesatz

Wenn Siemens am morgigen Donnerstag die Zahlen zum am 30. September beendeten Geschäftsjahr vorlegt, gibt’s wohl auch eine Aussage zur Dividende, die der traditionell Ende Januar stattfindenden Hauptversammlung vorgeschlagen werden soll. Im Vorgriff auf die DAX Dividendensaison 2019 deshalb mal ein Blick in den Kaffeesatz, sprich die aktuellen Prognosen der Analysten – die nicht mehr ganz so rosig aussehen. Bei einem Drittel der DAX-Konzerne dürfte die Ausschüttung nur stagnieren. Und ausgerechnet für den bisherigen Volumen-Kaiser steht sogar eine Kürzung im Raum.