LVMH mit Luxus-Performance: Bernard Arnault verdrängt Bill Gates

Seit Bloomberg vor sieben Jahren seinen Billionaires Index lanciert hat, war Bill Gates immer mindestens die Nummer zwei unter den reichsten (Börsen-)Menschen der Welt. Jetzt ist der gut 100 Mrd. US-Dollar schwere Microsoft-Gründer auf Rang drei abgerutscht. Und neuer Vize hinter dem mit 125 Mrd. unangefochtenen Jeff Bezos ist zur Abwechslung mal kein Hightech-Milliardär aus dem Silicon Valley – sondern ein Grandseigneur aus Frankreich: Bernard Arnault, Patron von LVMH.

Bloomberg Billionaires Index LVMH Arnault

Auch bei der Qualität stimmt alles

Die Aktie des Luxus-Imperiums, das mittlerweile die wertvollste Börsenfirma der Eurozone ist, hat heute Morgen wieder mal ein neues Allzeithoch markiert – und setzt auch qualitativ Maßstäbe. Egal, ob Dividende (25+ Jahre nicht gesenkt, 10 Jahre in Folge erhöht), EBITDA-Marge (26%), Wachstum (zweistellig bei Umsatz und Ertrag) oder Bilanzqualität: Da stimmt einfach alles.

Burggraben durch ikonische Marken

Zugegeben, nach 50% Anstieg allein in diesem Jahr ist der Kurs reif für eine Verschnaufpause, wie wir sie in den vergangenen Jahren immer wieder bei LVMH gesehen haben. Dennoch ist das 25-fache des für die nächsten vier Quartale erwarteten Gewinns, womit die Aktie derzeit bezahlt wird, kein Mondpreis – gerade in Anbetracht des Burggrabens und der damit verbundenen „Pricing Power“. Denn ikonische Marken wie die Louis Vuitton, Christian Dior, Fendi, Givenchy, Bulgari, Hublot, Moët & Chandon, Dom Pérignon, Veuve Cliquot, Château d’Yquem, Hennessy oder Ardbeg lassen sich nun mal nicht am Reißbrett entwerfen.

Kann LVMH kurzfristig noch überraschen?

Ich habe zuletzt im März knapp über 300,00 Euro nachgekauft und inzwischen fehlt nicht mehr viel, bis Bernard Arnault Erich Sixt als meinen wichtigsten „Investment-Kompagnon“ ablöst. Vielleicht gibt es ja am 24. Juli eine Nachkauf-Gelegenheit, wenn LVMH die Zahlen fürs zweite Quartal vorlegt. Die Erwartungen sind so hoch, dass positive Überraschungen schwierig scheinen – auch wenn Burberry gestern sehr positive Signale gesendet hat, insbesondere mit Blick auf den wichtigen chinesischen Markt.

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