DividendenAdel Skandinavien

DividendenAdel Skandinavien 2017

DividendenAdel Skandinavien 2017

Wer außerhalb des Euro-Raums investieren möchte, gleichzeitig aber die Schwankungen von Dollar, Pfund, Franken & Co. scheut, landet früher oder später in Skandinavien: Schweden, Norwegen und Dänemark haben nicht nur eigene Währungen mit vergleichsweise niedriger Volatilität zu bieten, sondern auch gut bestückte Kurszettel – was die Region etwa von den osteuropäischen Konvergenzländern unterscheidet, wo nur wenige Schwergewichte wirklich handelbar sind.

Mit der Ausschüttungsqualität im hohen Norden ist es allerdings nicht ganz so weit her. Der aus den 250 wichtigsten nordischen Aktien abgeleitete DividendenAdel Skandinavien umfasst zwar für 2017 beachtliche 18 Unternehmen, von denen allerdings 14 in Schweden ansässig sind. Norwegen, Dänemark sowie das der Vollständigkeit halber hinzugenommene Euro-Mitglied Finnland kommen insgesamt also gerade einmal auf vier Top-Firmen – sind dafür aber in der unteren Hälfte der Auswahlliste durchaus präsent, wo Unternehmen angehängt sind, die weniger als zehn (aber mindestens fünf) Jahre ohne Dividendenkürzung auf die Waage bringen.

Überdies ist ausgerechnet die Spitze bunt gemischt. Auf den ersten sieben Plätzen rangieren drei Schweden, zwei Dänen sowie jeweils ein Finne und ein Norweger – angeführt von der schwedischen ITAB Shop Systems, die überall auf der Welt (auch in Deutschland Supermärkte) einrichtet und ihre Ausschüttung zuletzt Jahr für Jahr um durchschnittlich 50% gesteigert hat.

Auf Platz zwei dann eines der 2016 unter Dividendenjägern am heißesten diskutierten Unternehmen: Der dänische Pharma-Konzern Novo Nordisk, Marktführer bei Insulin-Produkten und Diabetes-Therapie, war jahrelang erklärter Liebling vieler „Income Investors“, hat nun allerding seine Wachstumsziele deutlich nach unten revidiert – woraufhin die Aktie sich zeitweise fast halbiert hatte. Die Ausschüttung selbst scheint jedoch angesichts eines Payouts von 57% bis auf weiteres gesichert.

Auch die nächstplatzierten Firmen spielen trotz ihrer nordischen Herkunft sogar im hiesigen Alltagsleben eine Rolle: Kone stellt Rolltreppen her, Tomra baut die mittlerweile in jedem Supermarkt installierten Pfandautomaten zur Leergutrücknahme und Nordnet war zumindest mal hierzulande aktiv – allerdings lange nicht so erfolgreich wie im schwedischen Heimatmarkt: Schon 2010 hat der Daytrading-Broker sein Deutschland-Geschäft an die Onvista Bank verkauft.

Das Ranking wird jährlich – immer am zweiten Montag im Januar – auf Basis der Ist-Daten des Vorjahres neu erstellt. Die monatlichen Updates der Auswahlliste beziehen sich ausschließlich auf die Kursentwicklung und die erwartete Dividendenrendite.

facebook