Markiert: Coca-Cola

Investieren in Branchen (Teil 4): Basiskonsumgüter – Gegessen und getrunken wird immer!?

Gegessen wird immer. Getrunken sowieso. Auch an der Körperpflege wird in schlechten Zeiten hoffentlich nicht gespart. Und Zigaretten sind ohnehin eine Sucht. Warum also nicht einfach den Großteil des Aktien-Portfolios in Basiskonsumgüter investieren, denkt sich da so mancher Anleger – zumal man sich mit aus dem Alltagsleben bekannten Marken wie Nestlé, Coca-Cola, Procter & Gamble oder Marlboro irgendwie leichter tut als mit neuen Technologien oder „schmutziger“ Industrie. Doch auch bei den „Brot und Butter“-Aktien gibt es spezifische Risiken und Werttreiber.

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Hoher Payout, kaum Dynamik: Darum sind nicht alle US-Aristokraten DividendenAdel

Eine glorreiche Historie ist ein integrales, aber nicht das einzige Merkmal nachhaltiger Ausschüttungsqualität. Deshalb müssen sich auch die legendären US-Dividenden-Aristokraten – Firmen mit mindestens 25 Dividenden-Anhebungen in Folge – dem DividendenAdel-Härtetest stellen: Warum Coca-Cola, Procter & Gamble und die Öl-Multis durchfallen und welche 50 Aktien Zuverlässigkeit mit Dynamik verbinden.

Cola Pepsi Monster

Monster, Coke & Pepsi: Erfrischung im Dreierpack

Qualität zum Schnäppchenpreis, da muss der DividendenAdel einfach zugreifen. Und wenn die Halbliter-Dose Monster Ultra Zero für 99 Cent verschleudert wird, packt man halt mal die große Ikea-Tüte voll, bis das Regal leer ist. An der Börse ist’s nicht ganz so einfach: Die Monster-Aktie kam zuletzt trotz üppiger Aktienrückkäufe kaum noch vom Fleck und ist mangels Dividende ohnehin nur ein Fall fürs Spaß-Portfolio. Großaktionär des Red Bull-Rivalen ist allerdings ein Ausschüttungs-Aristokrat – der einen Energie-Schub gut gebrauchen könnte.

DividendenAdel RIsiko

Risiko – eine Frage der Perspektive: United Internet vs. Coca-Cola

„Gute Analyse! Die Aktie würde ich allerdings nur für risikofreudige Anleger als geeignet einstufen“, kommentierte ein Facebook-Nutzer unsere jüngsten Gedanken zu United Internet. Ein Fazit, das auch in Anleger-Magazinen und Research-Berichten häufig zu finden ist, genau wie der Hinweis auf „krisensichere“ Alternativen wie Nestlé, Unilever oder Coca-Cola. Doch kann man wirklich so pauschal sagen, dass die Web-Holding aus dem TecDAX nur für hartgesottene Investoren infrage kommt, während risikoscheue Naturen ihr Geld lieber in die legendäre Brausefirma stecken sollten? Das hängt entscheidend davon ab, wie man Risiko definiert – anhand von Kursschwankungen, aus der Value-Perspektive oder mit Blick auf den Portfolio-Kontext.

Doppelte Coca-Cola: Aktie versus Anleihe

Auch wenn die Marketingtrompeten der Finanzindustrie gebetsmühlenartig etwas Anderes behaupten: Nein, Dividende ist nicht der neue Zins. Stattdessen haben Aktien schlichtweg ein besseres Chance-Risiko-Verhältnis als Anleihen – wie unsere aktuelle Gegenüberstellung am Beispiel von Coca-Cola illustriert.

Trotzdem sind viele Anleger nach wie vor auf die Kursentwicklung fixiert und führen dabei gerne Warren Buffett ins Feld – schließlich hat Berkshire Hathaway, die börsennotierte Beteiligungsgesellschaft des Investment-Genies aus Omaha, noch nie auch nur einen einzigen Cent Dividende gezahlt.

Aristokraten bevorzugt: Warren Buffett auf Dividenden-Jagd

Wer Dividenden für verzichtbar hält, führt gerne Warren Buffett ins Feld, schließlich hat die börsennotierte Holding der Investment-Ikone aus Omaha noch nie auch nur einen einzigen Cent ausgeschüttet. Ein Blick ins Portfolio von Berkshire Hathaway zeigt aber: Der Geld-Großmeister setzt auf zuverlässige Zahler, satte Renditen – und klassische Dividenden-Aristokraten.

Christian W. Röhl DividendenAdel Investor Unternehmer Speaker

Die natürliche Essenz des Aktien-Investments

Wie 100.000 Euro sich binnen zehn Jahren verdoppeln können, weshalb Netflix entweder scheitert oder Dividende zahlt… und warum Dividenden alles sind, aber kein Mode-Thema – das und einiges mehr in unserem Interview mit BörseGo.