MDAX im Dividenden-Check: Zweite Liga mit sieben Adeligen

Nicht zuletzt wegen der großen Anzeigetafel, ohne die keine TV-Schalte in den Frankfurter Handelssaal auskommt, ist der DAX das uneingeschränkte Sinnbild für den deutschen Aktienmarkt. In ist, wer drin ist – die im Leitindex gebündelten Top-Konzerne von (A)didas bis (S)iemens ziehen die meiste Aufmerksamkeit auf sich. Schade eigentlich, denn eine Etage tiefer war zuletzt deutlich mehr zu holen: Der MDAX mit den 50 größten Firmen unterhalb der DAX-Liga kommt für die letzten fünf Jahre auf einen Wertzuwachs von mehr als 80%, während der DAX nur gut 30% im Plus liegt.

Grund genug,  die Ausschüttungsqualität der „2. Börsen-Bundesliga“ unter die Lupe zu nehmen. Und auch dabei vermag der MDAX zu beeindrucken: Satte 35 der 50 MDAX-Unternehmen zahlen 2016 mehr Dividende als im Vorjahr. Parallel kommt es nur bei zwei Firmen (Leoni und RTL) zu einer Kürzung der Gewinnausschüttung; lediglich in drei Fällen – Bilfinger, Wincor Nixdorf und Zalando – gehen die Aktionäre gänzlich leer aus.

Mit Rhön Klinikum, Südzucker, Rheinmetall, Boss, Fuchs Petrolub und Jungheinrich zahlen sechs Firmen seit mehr als einem Vierteljahrhundert ununterbrochen Dividende; weitere 13 Gesellschaften blicken immerhin auf ein Jahrzehnt ohne Ausschüttungsausfall zurück. Die längste Serie ununterbrochener Dividendenerhöhungen – nämlich 14 Jahre – kann Fuchs Petrolub vorweisen, gefolgt von Fielmann (11) und CTS Eventim (8).

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Bei sieben Aktien hat es seit mindestens zehn Jahren keine Dividendenkürzung mehr gegeben. Übersprungen wird diese erste Hürde für unsere DividendenAdel-Selektion von Fuchs Petrolub (16 Jahre), der Deutschen Euroshop (15 Jahre), Axel Springer, Fielmann (je 14 Jahre), Fraport (13 Jahre), CTS Eventim und MTU Aero Engines (je 11 Jahre). Auf dem Sprung in den Adelsstand ist Symrise, wo es nun seit neun Jahren keine Enttäuschung gab.

Den Spitzenplatz beim Dividendenwachstum über 10 Jahre bekleidet die GEA Group mit einem durchschnittlichen Plus von 23% p.a. – vor Fuchs Petrolub und DMG Mori (ehemals Gildemeister) mit 22% bzw. 20% p.a.

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