DividendenAdel Eurozone 11/2017: LVMH veredelt einen goldenen Oktober

Crash-Monat Oktober? Das war einmal: 30 Jahre nach dem „Schwarzen Montag“, als die New Yorker Wall Street am 19. Oktober 1987 den bis heute größten Tagesverlust ihrer langen Historie erlebte, haben die Aktienmärkte rund um den Globus neue Hochs markiert. Von der großartigen Stimmung auf dem Börsenparkett konnte auch die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie kräftig profitieren: Im Monatsverlauf ging’s um mehr als 3,5% nach oben.

MTU Aero Engines im Aufwind 

Mit MTU Aero Engines präsentiert sich dabei auch die Top-Aktie des Vormonats weiterhin bärenstark. Nach dem 15%-igen Plus im September hat der Münchener Spezialist für Flugzeugtriebwerke nochmal 8% zugelegt. Die Geschäfte des MDAX-Konzerns liefen im dritten Quartal noch besser als erwartet, die Gewinnprognose wurde erneut angehoben – weshalb die Aktie auf Basis der aktuellen Analystenprog-nosen für die nächsten zwölf Monate weiterhin nur mit einem KGV von 18 bewertet ist.

Deutsche Bank DividendenAdel Eurozone Zertifikat

Luxuriöses Plus bei LVMH 

An der Spitze des Monats-Rankings glänzt allerdings LVMH. Das Luxus-Konglomerat hat dank der weltweiten Lust auf edlen Glamour und schicke Statussymbole im Sommer-Quartal 14% mehr umgesetzt als im Vorjahr – was die Börsianer mit einem 10%-igen Kursfeuerwerk gefeiert haben. Damit kommt die Aktie seit Jahresanfang nun auf ein Plus von über 40%.

Glamour verdient ein Premium 

Ähnlich stolz ist die Bewertung mit dem 24-fachen der erwarteten Gewinne. Doch Marken wie Louis Vuitton, Christian Dior, Moët & Chandon, Chateau d‘Yquem oder Hublot verdienen ein Premium – auch wegen der „Pricing Power“: Wer sich ein LV-Täschchen für 2.000 Euro leisten kann und will, blättert notfalls auch 2.200 Euro hin. Allerdings nehmen mit steigenden Umsätzen auch die zyklischen Risiken des Luxus-Geschäfts zu. Doch nachdem LVMH die Dividende sogar während der Finanzkrise 2008/09 nicht senken musste, können Income-Investoren hier entspannt bleiben.

Die Lahmen werden die Ersten sein 

Ansonsten konnten zuletzt vor allem die Unternehmen zulegen, die im Sommer konsolidiert hatten – allen voran Red Electrica und die Münchener Rück. Der spanische Netzbetreiber will durch die teilweise Übernahme der Abertis-Tochter Hispasat ins Satellitengeschäft einsteigen und profitiert überdies von nachlassenden Ängsten der Investoren im Hinblick auf die Situation in Katalonien. Beim weltgrößten Rückversicherer setzt sich derweil – wie im September-Reporting prophezeit – die Erkenntnis durch, dass die jüngsten Hurrikan-Schäden das Ergebnis nur kurzfristig verhageln, mittel- bis langfristig aber zu steigenden Prämien führen. Nur beim französischen Plastikkram-Produzenten Société BIC sieht’s weiterhin richtig mau aus: Sogar die niedrigste Analystenschätzung zum Umsatz im dritten Quartal wurde nochmals um mehr als 5% verfehlt.

Nominiert als Zertifikat des Jahres 

Auch abseits der Kursbewegungen hat sich im September etwas getan: Vom Textil-Giganten Inditex gab’s eine Interimsdividende von 0,18 Euro, während Unilever als einziger Quartalszahler im Portfolio zum dritten Mal in diesem Jahr knapp 0,36 Euro je Aktie überwiesen hat. Beim DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8), das übrigens im Rahmen der Online-Abstimmung zu den ZertifikateAwards 2017 als „Zertifikat des Jahres“ nominiert ist, werden die Netto-Ausschüttungen natürlich automatisch angerechnet und reinvestiert.

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