Zu Gast bei Fielmann: Qualität hat ihren Preis

DividendenAdel gestern unterwegs in Hamburg – zur Übergabe des DividendenAdel Awards für Top-Ausschüttungsqualität im MDAX an die Fielmann AG. Die „Equity Story“ der Optik-Kette hat auch 22 Jahre nach dem Börsengang nichts von ihrem Glanz eingebüßt. So profitiert das Unternehmen sogar von der Generation Smartphone: Je mehr die Menschheit auf kleine Displays glotzt, umso größer das Risiko von Sehschwächen, die dann mit Brillen und Kontaktlinsen korrigiert werden müssen.

Dabei ist der demographische Wandel für die nach wie vor zu >70% in Händen der Familie Fielmann befindliche Firma eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Der steigende Bevölkerungsanteil älterer Menschen lässt zwar die Nachfrage nach Seh- und Hörhilfen steigen – ebenso aber auch den Bedarf an zusätzlichem Personal-Nachwuchs. Nur zu gern würde Fielmann noch mehr junge Menschen zu Augenoptikern oder Hörgeräteakustikern ausbilden. Die Perspektiven können sich sehen lassen und jährliche Auszeichnungen bei den Leistungswettbewerben der deutschen Augenoptik zeugen von der Qualität der Ausbildung.

Gelassen verfolgt man derweil Internet-Optiker wie Mister Spex: Sehkraft vermessen und Brillen millimetergenau an Augen, Nase und Ohren anpassen geht nun mal nicht online. Hinzu kommt der immens hohe Bekanntheitsgrad. Spätestens seit der legendären Kampagne „Und mein Papi hat nicht einen Pfennig dazu bezahlt…“ ist Fielmann quasi Synonym für ebenso schicke wie günstige Brillen.

DividendenAdel Fielmann AG

Von dieser Marktmacht profitieren auch Aktionäre. 14 Jahre ohne Dividendenkürzung und zuletzt elf Anhebungen in Folge sprechen eine deutliche Sprache. Nicht umsonst hat die Fachjury der DividendenAdel Awards Fielmann im MDAX ganz vorn gesehen, auch wenn die Ausschüttungsquote mit gut 85% etwas außerhalb unseres Zielkorridors liegt.

Dabei kommt die Aktie sicher nicht für Schnäppchenjäger infrage. Nachdem der Kurs gerade ein neues Allzeithoch erklommen hat und nun schnurstracks auf die Marke von 75,00 Euro zusteuert, ist der Börsenwert mit 6,2 Mrd. Euro bald fünfmal so hoch wie der Jahresumsatz. Doch wie bei Immobilien, wo die Erfolgsfaktoren (nicht nur im Einzelhandel) Lage, Lage und Lage sind, gilt auch hier: Qualität hat ihren Preis – und gerade mit Blick auf das eher defensive Geschäftsmodell ist die Dividendenrendite von 2,5% nach wie vor attraktiv.

Ulrich Brockmann für Fielmann

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