Facebook, Amazon, Netflix, Google: Der S&P 500 im Bann der FANG-Aktien

Facebook heute im europäischen Handel bis zu 20% schwächer. Zwar lagen die jüngsten Zahlen teilweise sogar über den Erwartungen. Aber für die nächsten Quartale rechnet der Social Media-Gigant erstmal mit langsamerem Wachstum, steigenden Kosten und sinkenden Margen. Na und!? Wer die Aktie nicht im Depot hat, dem darf das ja wohl egal sein – genau wie der Kursrutsch bei Netflix letztens.

FANGMAN-Titel stehen für ein Sechstel des S&P 500

Aber Vorsicht: Schon wer bloß einen ETF auf den S&P 500 im Depot hat, kann Facebook, Amazon, Netflix und Google (Alphabet) nicht ignorieren. Denn die vier sog. FANG-Aktien kommen im Leitindex der Wall Street immerhin auf einen Anteil von 9%. Ergänzt man das dividendenlose Quartett noch um die drei Dividendenzahler Apple, Microsoft und Nvidia, gelangt man zu FANGMAN – sieben schwer angesagte Technologie- und Plattform-Aktien, die derzeit mehr als ein Sechstel des S&P 500 repräsentieren.

S&P ohne FANG FANGMAN

Entsprechend stark ist der Einfluss auf die Index-Performance. Seit Anfang 2017 hat der S&P 500 auf Total Return-Basis (also inkl. Dividenden) rund 31% zugelegt. Ohne die FANG-Aktien wären es nur 26% gewesen, ohne FANGMAN gar nur 23%.

„Equal Weight“ als ETF-Alternative

Dieser Effekt kann sich natürlich auch mal umkehren. ETF-Anleger, die sich vor diesem – bei nach Börsenwert gewichteten Indices ziemlich typischen Klumpenrisiko – schützen wollen, werfen vielleicht mal einen Blick auf den Xtrackers S&P 500 Equal Weight ETF. In dem thesaurierenden Fonds (WKN A1106A) sind alle 500 Titel gleich gewichtet. Langfristig hat sich das ausgezahlt: Während der „klassische“ S&P 500 in den vergangenen 10 Jahren rund 180% zugelegt hat, kommt die gleichgerichtete Variante auf ein Plus von 215% (Chart-Quelle: Bloomberg).
S&P 500 Equal Weight

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