DividendenAdel Eurozone 05/18: Fünf Prozent Plus – Qualität an der Spitze

2018-04-30 DM1DVA Monatsreport Mai 2018Getragen von starken Quartalszahlen vieler Unternehmen konnten die europäischen Aktienmärkte im April kräftig zulegen. Zwar ist der Streit um die von US-Präsident Trump angekündigten Strafzölle noch immer nicht gelöst. Doch anders als im Vormonat gehen die Investoren nun von einer gütlichen Einigung aus. Rückenwind für Kurse und Firmengewinne kommt überdies von der Währungsseite – der Euro kostet wieder weniger als 1,20 US-Dollar. Zusammen mit der überraschenden Entspannung im Nordkorea-Konflikt reicht das für knapp 5% Plus in der DividendenAdel Eurozone 25 Strategie.

LVMH überstrahlt alle(s)

Angeführt wird das Performance-Ranking sowohl auf Monats-Basis als auch für das Gesamtjahr von LVMH. Trotz negativer Währungseffekte hat das Luxus-Konglomerat seinen Umsatz im 1. Quartal um über 10% gesteigert. Die Strahlwirkung ikonischer Marken wie Louis Vuitton, Givenchy, Bulgari, Moet Chandon oder Ruinard ist nach wie vor ungebrochen und verleiht dem Konzern eine gewaltige „Pricing Power“. Denn wer bereit ist, 2.000 Euro für eine LV-Tasche auszugeben, wird seine Entscheidung kaum überdenken, wenn für dasselbe Stück plötzlich 300 Euro oder 15% mehr aufgerufen werden. Dasselbe gilt auch für die Aktie: Qualität hat nicht nur ihren Preis, sondern zahlt sich auch aus – 15% Plus im letzten Monat, 27% Plus im letzten Jahr und 320% Plus im letzten Jahrzehnt sprechen eine deutliche Sprache.

L’Oréal auf Allzeithoch

Qualität ist auch das Stichwort für L’Oréal. Der Kosmetik-Riese ist zwar nicht ganz so glamourös unterwegs wie LVMH, gehört dafür aber zu den gerade einmal sechs Euro-Firmen, die mit 25 Dividenden-Anhebungen in Serie sogar die strenge US-Definition für „Dividend Aristrocrats“ erfüllen. Nun ist die Aktie nach rund zwölfmonatiger Seitwärtsbewegung auf ein neues Allzeithoch ausgebrochen, nachdem vor allem das Geschäft mit hochpreisigen Pflegeprodukten noch besser läuft als erwartet. Weiterer Pluspunkt aus Investorensicht, gerade mit Blick auf eine eventuelle Zinswende: L’Oréal ist de facto schuldenfrei – Verbindlichkeiten von 1,2 Mrd. Euro stehen 4,2 Mrd. Euro liquide Mittel und 24,8 Mrd. Euro Eigenkapital gegenüber.

Unilever legt 8% drauf

Ebenfalls ein echter Dividenden-Aristokrat ist Unilever. Der britisch-französische Konsumgüter-Koloss hat nun als eine der letzten Firmen aus dem DividendenAdel Eurozone seine Ausschüttung angekündigt: 1,55 Euro je Aktie, ein Plus von 8% und gezahlt wird traditionell in vier Quartals-Tranchen, von denen die letzte wie üblich für Januar 2019 terminiert ist. Die Dividendenrendite der Aktie, die ungefähr auf demselben Stand notiert wie vor einem Jahr, steigt dadurch auf 3,3%.

DividendenAdel Eurozone Zertifikat

Neun Ex-Tage im Mai

Nun fehlt nur noch der Dividendenvorschlag der belgischen Supermarktkette Colruyt, deren Geschäftsjahr bis 31.03. läuft und die deshalb erst Ende Juni berichtet und im September ausschüttet. Dafür versüßen neun andere Firmen den Wonnemonat: Schon in der ersten Mai-Woche ist Ex-Tag bei Unilever, Danone und Linde – wobei der Industriegas-Hersteller auf die im Zuge der Fusion mit Praxair zum Umtausch eingereichten Stücke zusätzlich zur regulären Dividende (3,90 Euro) eine Vorauszahlung von 3,10 Euro überweist. Bis zum Monatsende folgen noch sechs weitere Unternehmen, darunter Bayer, Fresenius Medical Care und Fraport. Davon profitiert dann auch das DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8), das die Netto-Ausschüttungen aller 25 Unternehmen taggenau reinvestiert.

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