DividendenAdel Eurozone 03/18: Kurse runter, Dividenden rauf

2018-02-28 DM1DVA Monatsreport März 2018Da ist sie also, die lange beschworene Korrektur an den Aktienmärkten. Nach einer historischen Serie von 15 (!) Gewinn-Monaten hat der US-amerikanische Leitindex S&P 500 im Februar rund 4% eingebüßt. Ausgelöst wurde der Kursrutsch paradoxerweise durch überraschend positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Seit dem Jahr 2000 war die Beschäftigungslage nicht mehr so gut wie jetzt. Damit steigt indes das Risiko einer konjunkturellen Überhitzung. Die Notenbank könnte gezwungen sein, die Zinsen schneller anzuheben als gedacht – und dann steht hinter den teilweise ambitionierten Bewertungen vieler US-Aktien plötzlich ein dickes Fragezeichen.

Umschalten von Gier auf Angst

In der Eurozone hingegen gibt es weiterhin keine Anzeichen für eine Zinswende. Überdies sind die Aktienkurse lange nicht so stark gestiegen wie auf der anderen Seite des Atlantiks. Doch wenn Investoren von Gier auf Angst umschalten, ist das egal. Die europäischen Börsenbarometer haben deshalb nicht weniger verloren als ihre US-Pendants, sondern sind teilweise sogar noch stärker gefallen – so auch die Dividenden-Adel Eurozone 25 Strategie mit einem Monat-Minus von rund 6%.

Wer enttäuscht, wird abgestraft

Am schlimmsten unter die Räder geraten sind Ingenico und Recordati mit Verlusten im Bereich von 20%. Dabei haben die französische Fintech-Firma und der Pillendreher aus Italien sowohl respektable Zahlen als auch optimistische Prognosen vorgelegt. Doch die Erwartungen der Investoren waren noch höher – und das führt in hochnervösen Phasen zu einem gnadenlosen Abverkauf.

Linde-Dividende fast verdoppelt

Gerade jetzt gilt deshalb die Devise „Cool bleiben und Dividenden kassieren“. Zumal es im Februar in puncto Ausschüttungen fast nur gute Nachrichten gab, nämlich die offiziellen Dividenden-Ankündigungen vieler Unternehmen. Über die höchste Anhebung freuen dürfen sich die Aktionäre von Linde. Nach 3,70 Euro im Jahr zuvor will der DAX-Konzern 2018 satte 7,00 Euro je Aktie auszahlen. Das 90%-ige Plus resultiert allerdings vor allem aus einem Sondereffekt: Im Rahmen der Fusion mit dem US-Konzern Praxair ändert sich der Ausschüttungs-Rhythmus des künftigen Weltmarktführers für Industriegase von jährlich auf vierteljährlich – und diese Umstellung wird nun mit einer Sonderdividende von 3,10 Euro vorbereitet.

DividendenAdel Eurozone Zertifikat

LVMH mit starkem Signal

Abseits dieser Spezialsituation kommt das dickste Dividenden-Plus bislang von LVMH. Das Luxus-Konglomerat hebt seine Basis-Dividende um 30% auf 3,40 Euro je Aktie an – ein starkes Indiz für die robuste Verfassung der globalen Wirtschaft. Mit Henkel, Fresenius Medical Care, MTU Aero Engines, SAP, Sodexo und Vinci haben überdies sechs weitere Unternehmen Dividendensteigerungen im zweistelligen Prozentbereit avisiert – was wohl kaum der Fall wäre, wenn die Konzernchefs valide Signale für eine nachhaltige Eintrübung des konjunkturellen Umfelds sehen würden.

Rückversicherer zeigen Stabilität

Parallel werden von den 18 Index-Firmen, die sich schon zur Dividende 2018 geäußert haben, nur zwei nicht anheben: Nach einem aufgrund zahlreicher Großschäden schwierigen Jahr zahlen die Münchener Rück und ihr französischer Wettbewerber SCOR nur Dividenden auf Vorjahresniveau – aus denen sich dennoch üppige Renditen von knapp 5% errechnen. Davon profitiert dann auch das DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8), das die Netto-Ausschüttungen aller 25 Unternehmen taggenau reinvestiert.

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