DividendenAdel Eurozone 12/2017: Franzosen sorgen für Furore

2017-11-30 DM1DVA Monatsreport Dezember 2017-1Während die Wall Street neue historische Bestmarken erreichen konnte, sind die europäischen Aktienmärkte zuletzt nicht vom Fleck gekommen. Vor allem der starke Euro drückt auf die Laune, überdies belastet die äußerst mühselige Regierungsbildung in Deutschland. Wirklich schlecht ist die Stimmung dennoch nicht. Nach dem sehr starken Oktober hat die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie im November nicht einmal 1,1% eingebüßt, so dass der Zwischenstand nach elf Monaten noch immer zweistellig ist.

Société BIC: Der Flop ist top 

Auf Monatsbasis am besten abgeschnitten hat ausgerechnet der Flop des Jahres. Mit einem knapp 8%-igen Kurssprung konnte Société BIC die bislang aufgelaufenen Verluste auf knapp ein Viertel eingrenzen. Unterstützung gab’s dabei von der Investment-Boutique Oddo, die den französischen Hersteller von Kugelschreibern, Feuerzeugen, Einwegrasierern und allerlei anderem Plastik-Tand auf „Kaufen“ hochgestuft hat. Zwar ist das Geschäft weder glamourös noch wachstumsstark, dafür aber konjunkturresistent und günstig bewertet: Das Kurs/Gewinn-Verhältnis beläuft sich auf 15, die Dividendenrendite (bei knapp 70% Payout) auf 3,8%.

Eiffage baut sich zur Führung 

Im Jahres-Ranking führt jetzt Eiffage. Angetrieben von der Erwartung, dass die Strukturreformen der Regierung Macron sich positiv auf die Infrastruktur-Investitionen auswirken, hat die französische Baufirma nun den fünften Monat in Folge zugelegt – und ist mit einem Plus von insgesamt 36,3% sogar am bisherigen Primus LVMH vorbeigezogen. Dem nächsten DividendenAdel Eurozone wird Eiffage allerdings nicht mehr angehören, nachdem die Ausschüttung dieses Jahr nicht erhöht, sondern nur konstant gehalten wurde.

Siemens im Minus 

Ansonsten überwiegen aktuell die Minuszeichen. Von den deutschen Unternehmen gelang nur dem Triebwerk-Spezialisten MTU Aero Engines ein „grüner“ November, während bei Siemens nicht einmal der nun fix für 2018 terminierte Mega-Börsengang der Medtech-Sparte Healthineers für positive Impulse sorgen konnte. Ohne die – wegen des versetzten Geschäftsjahrs traditionell im Januar ausgezahlte – Dividende liegt die Aktie auf Jahressicht nun sogar leicht im Minus. Mit einem KGV von 15 ist der Industrie-Gigant aus München allerdings fast schon ein Schnäppchen.

Zweifel am Zara-Wachstum 

Nach wie vor teuer ist der spanische Textilfilialist Inditex. Zwar hat die Aktie im November über 7% verloren und notiert nun satte 22% unter den sommerlichen Top-Kursen. Allerdings wird das mit seinen Marken wie Zara, Massimo Dutti oder Bershka weltweit präsente Unternehmen noch immer mit dem 25-fachen der für die nächsten zwölf Monate erwarteten Gewinne bezahlt – was nur zu rechtfertigen ist, wenn die Wachstumsdynamik hoch bleibt. Investoren befürchten jedoch zunehmend, dass Inditex ähnlich wie der schwedische Erzrivale H&M erstmal eine Konsolidierung durchlebt. Positiv hingegen: Die Spanier haben kaum Schulden und sind als familiengeführte Firma nicht so abhängig von den Launen der Finanzmärkte.

Umschichtung am 8. Januar 

Das nächste Reporting erscheint dann erst am 8. Januar im Zuge der jährlichen Überprüfung der Portfolio-Zusammensetzung. Im DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8), das die Strategie inklusive Reinvestition der Netto-Dividenden „eins-zu-eins“ umsetzt, werden diese Umschichtungen und Anpassungen natürlich automatisch vorgenommen.

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