DividendenAdel Awards: Münchener Rück und Aurelius räumen ab

Die Münchener Rück und Aurelius sind die strahlenden Sieger der DividendenAdel Awards, die wir gemeinsam mit der Deutsche Börse AG initiiert und am Mittwochabend in Frankfurt erstmals verliehen haben. Der weltgrößte Rückversicherer und die auf Sanierungsfälle spezialisierte Private Equity-Gesellschaft konnten nicht nur die Fach-Jury überzeugen. Beide Firmen rangieren auch ganz oben in der Gunst der exakt 2.388 (Privat-)-Anleger, die an unserer in Kooperation mit Deutschlands führendem Finanzportal finanzen.net durchgeführten Online-Umfrage teilgenommen haben.

Traditionsreicher Rückversicherer und wachstumsstarker Turnaround-Investor

Die zwei Doppelsieger könnten unterschiedlicher kaum sein: Hier der 1880 gegründete Versicherungsriese, der als einer von nur fünf DAX-Konzernen seine Dividende seit über einem Vierteljahrhundert nicht gesenkt hat und über Jahre zu den renditestärksten Titeln auf dem deutschen Kurszettel gehört; dort die im Freiverkehr gehandelte Beteiligungsgesellschaft, deren Unternehmenswert in den letzten zehn Jahren von 15 Mio. auf 1,6 Mrd. Euro gestiegen ist und die ihre Aktionäre nicht nur mit einer kontinuierlich steigenden Basis-Dividende verwöhnt, sondern auch mit üppigen Sonderausschüttungen.

Awards mit 360-Grad-Blick auf die Ausschüttungspolitik

Gerade in dieser Spannweite spiegelt sich ein wesentliches Anliegen der DividendenAdel Awards wider – der 360-Grad-Blick auf die Ausschüttungspolitik der Unternehmen. Nachhaltige Dividendenqualität ist mehr als eine hohe Rendite; mindestens ebenso wichtig sind langfristige Kontinuität, eine ausgewogene Payout-Quote und die Dynamik der Ausschüttung. Dabei lassen sich diese Faktoren durchaus unterschiedlich gewichten. Nicht umsonst ist die Fach-Jury interdisziplinär besetzt: Die geballte Expertise von renommierten Vermögensverwaltern, Finanzdienstleistern, Analysten, Anlegerschützern und Wissenschaft stellt sicher, dass die DividendenAdel Awards sowohl Würdigung für Aktiengesellschaften als auch Wegweiser für Investoren sein können.

Die meisten Preise gehen nach Bayern

Neben der Münchener Rück (DAX) und Aurelius (Nebenwerte) wurden auch Bechtle und Fielmann von der Jury ausgezeichnet. Der im TecDAX gelistete IT-Dienstleister hat seine Ausschüttung in 16 Jahren nie gesenkt und dabei elfmal erhöht, die Augenoptik-Kette aus dem MDAX gehört mit elf Anhebungen in Folge zu den zuverlässigsten „Dividend Growers“ auf dem Frankfurter Parkett. Im SDAX sieht die Jury derweil den Großküchen-Hersteller Rational vorne, der jedoch Anfang August – während des laufenden Jury-Entscheids – außerplanmäßig in den MDAX einbezogen wurde. Damit steht im Small Cap Segment nun der Agrarhändler BayWa ganz oben auf dem Treppchen, der wie die Münchener Rück und Aurelius seinen Sitz in der bayrischen Landeshauptstadt hat.

Zwei Franzosen an der Euro-Spitze

Parallel hat die Jury auch die Ausschüttungsqualität im EURO STOXX unter die Lupe genommen – als klares Signal gegen den typischen „Home Bias“ und für eine internationale Portfolio-Aufstellung. Dabei gehen beide Euro-Awards nach Frankreich: Bei den Standardwerten (EURO STOXX Large) konnte sich der Konsumgüter-Gigant L’Oréal durchsetzen, bei den mittleren und kleineren Titeln (EURO STOXX Mid/Small) steht der Luxusgüter-Hersteller Hermès ganz vorne. Beide Unternehmen überzeugen insbesondere durch ihre Zuverlässigkeit. Als eine von nur drei Euroland-Firmen erfüllt L’Oréal sogar die amerikanische Definition eines „Dividenden-Aristokraten“: Mindestens 25 Jahre mit kontinuierlich steigender Ausschüttung.

Sonderpreis für Fresenius

In Deutschland kann aktuell noch keine Aktiengesellschaft eine derartige Erfolgsbilanz vorweisen. Fresenius jedoch ist nahe dran: Der Gesundheitskonzern kommt aktuell auf 24 Dividendenanhebungen hintereinander. Die stark amerikanisch geprägte Ausschüttungskultur strahlt überdies auf die ebenfalls im DAX gelistete Tochtergesellschaft Fresenius Medical Care aus, deren Dividenden seit 18 Jahren ohne Unterbrechung steigen. Im Hinblick auf stetiges Wachstum liegt die „Familie Fresenius“ damit unangefochten an der Spitze der deutschen Börsenfirmen – eine Ausnahmeleistung, die bei den DividendenAdel Awards 2016 mit einem „Sonderpreis der Veranstalter“ gewürdigt wurde.

Insgesamt waren bei den erstmals vergebenen DividendenAdel Awards 50 deutsche und 15 europäische Unternehmen in sieben Jury-Kategorien nominiert. Da in jeder Kategorie – abgesehen vom Sonderfall SDAX – nur ein Award vergeben wird, ist bereits die Nominierung als besondere Auszeichnung zu verstehen.

Alle Preisträger und Würdigungen sowie viele weitere Infos rund um die DividendenAdel Awards finden Sie auf: www.dividendenadel.de/awards

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