Über uns

Wir haben Anleger-Magazine gegründet und Wachstumsfirmen beim Going Public begleitet, einen der ersten Online-Börsenbriefe Deutschlands lanciert und zur interaktiven Community ausgebaut, für internationale Investmentbanken Mandate über mehr als 400 Mio. Euro betreut, einen heute global tätigen Index-Provider aus der Taufe gehoben, das eigene Unternehmen erst an die Börse gebracht und dann an Europas größtes Zeitungshaus veräußert: Seit mehr als zwei Jahrzehnten dürfen wir die Finanzmärkte aus den verschiedensten Blickwinkeln betrachten, erleben und mitgestalten. Als Entrepreneure und Portfolio-Manager, als Journalisten und TV-Experten. Vor allem aber als Investoren, die mit ihrem privaten Vermögen an den Kapitalmärkten agieren – selbstbestimmt, eigenverantwortlich und frei.

Christian W. Röhl

Christian W. Röhl

Deine erste Aktie? Hach Vorzüge, ein längst nicht mehr notierter Werbemittelversender. Gekauft irgendwann 1991, im zarten Alter von 15 Jahren – keine Ahnung, was mich da geritten hat. Ich weiß nur, dass ich ein paar Monate später mit 25 Prozent Verlust raus bin. Kurz danach hat die Aktie zu einer Verdoppelung angesetzt.

Dein Favorit unter den Finanz-Websites? Als passionierter Bloomberg-Nutzer bin ich kaum auf Finanzportalen unterwegs. Die große Ausnahme: Seeking Alpha. Inspirierende Investment-Ideen und anspruchsvolle Analysen – von Anlegern für Anleger. Müsste unbedingt auch auf Deutsch umgesetzt werden.

Dein Vorbild als Investor? Es kann nur einen geben: Warren Buffett – auch wenn ich kein klassischer Value-Jünger bin. Aber sein Erfolg, seine Souveränität und seine Weitsicht sind zum Niederknien. Ihm können viele die Cherry Coke, aber niemand das Wasser reichen.

Deine wichtigste Börsenweisheit? Nicht von Buffett, sondern von Sir Isaac Newton: „Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden genau berechnen, aber nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treibt.“ Schon witzig, wie viele Analysten und Trader sich zutrauen, woran ein Universalgenie gescheitert ist!

Deine liebste Geldanlage, abgesehen von ausschüttungsstarken Aktien? Alles, was emotionale Rendite bringt – wie Moderne Kunst: Damien Hirst, Candida Höfer, Alex Katz, Martin Kippenberger oder Robert Longo. Natürlich als Editionen, denn die Unikate sind inzwischen unbezahlbar.

Dein Börsen-Wunsch für die nächsten zwölf Monate? Die parallele Wiedereinführung von Börsenumsatzsteuer und Spekulationsfrist – um der Finanz-Zockerei das Wasser abzugraben und langfristiges Investieren zu belohnen.

Dein Plan B, wenn die Börse auf unbestimmte Zeit schließen würde? Dividenden-Adel muss man nicht handeln, sondern halten. Insofern lautet Plan B: Cool bleiben, Dividenden kassieren – und mit meiner Frau ein paar laaange Kreuzfahrten unternehmen.

Werner H. Heussinger

Werner H. Heussinger

Deine erste Aktie? 1985 kaufte ich die Anteilsscheine von gleich drei verschiedenen Unternehmen. Zanders Feinpapiere aus Deutschland, Norsk Hydro aus Norwegen und Fiat aus Italien. Vollkommen auf den Kursverlauf konzentriert hielt ich es nicht lange durch, mein scheinbar recht ordentlich diversifiziertes Drei-Länder-Portfolio zu halten. Und so fanden viele weitere Firmen Platz in meinem Depot. Die Bank hat’s gefreut – die Spesen waren damals hoch, ebenso wie meine Umschlaghäufigkeit.

Dein Favorit unter den Finanz-Websites? Wer sich schwer damit tut, den schier unendlichen täglichen Nachrichtenstrom zu verdauen und eher Lust auf das globale „Big Picture“ hat, kommt an Stratfor nicht vorbei. Keine Finanz-Website im eigentlichen Sinne, sondern ein Informationsdienst, der jenseits vom Tagesgeschehen die wirklichen Bestimmungsfaktoren aus politischen und wirtschaftlichen Interessen weltweit herausarbeitet. Stratfor lässt dabei genügend Raum, um sich eine eigene Meinung zu bilden.

Dein Vorbild als Investor? Ebenfalls Warren Buffett. Was mich an ihm fasziniert, in einem einzigen Satz auszudrücken: Finde ein gutes Investment und halte daran fest, lasse dich durch das tägliche Auf und Ab nicht irritieren, und höre auf niemand anderen um dich herum.

Deine wichtigste Börsenweisheit? „Versuche nicht, am Boden zu kaufen und an der Spitze zu verkaufen. Das schafft keiner – außer die Lügner.“ Die Aussage stammt von der Wallstreet-Legende Bernard Baruch und trifft den Nagel auf den Kopf, wie und warum Börse funktioniert: Übertreibungsphasen in beide Richtungen – Glaube, Hoffnung, Gier und Angst machen’s möglich.

Deine beste Geldanlage – abgesehen von ausschüttungsstarken Aktien? Photovoltaik-Anlagen. Wer an den richtigen Standorten – am besten vor Ort im Süden Deutschlands – in Sonnenstrom investiert, kann sich 20 Jahre lang über staatlich garantierte Erträge freuen.

Dein Börsen-Wunsch für die nächsten zwölf Monate? Frei nach André Kostolany: „Bargeld in der Tasche und gleichzeitig die Absicht zu haben, bei niedrigen Kursen an der Börse einzusteigen, ist dasselbe Vergnügen, wie hungrig zu sein und sich auf dem Weg ins Restaurant zu befinden.“ In diesem Sinne – Münchener Rück zu unter 100 Euro, das wäre schon schön…

Dein Plan B, wenn die Börse auf unbestimmte Zeit schließen würde? Solange die Unternehmen, an denen ich beteiligt bin, gut und nachhaltig wirtschaften und ihre Dividenden pünktlich ausschütten, kann ich gut schlafen. Vom Auf und Ab an den Börsen habe ich seit 1985 genug – im positiven wie im negativen Sinne.