Portfolios Schweiz 10

DividendenAdel Schweiz 10 Portfolio

Das Portfolio investiert immer am zweiten Montag des Jahres in die zehn Top-Titel des DividendenAdel Schweiz. Dabei wird jede Aktie am Stichtag mit anfänglich 10% gewichtet. Die Zusammensetzung des Portfolios bleibt das gesamte Jahr unverändert, es finden keinerlei Umschichtungen oder Anpassungen statt. Lediglich die vereinnahmten Dividenden werden am Tage des Zuflusses wieder in die jeweilige Aktie reinvestiert.

In den vergangenen 16 Jahren seit Anfang 2001 hat sich das Portfolio auf Euro-Basis ungefähr vervierfacht, wohingegen der MSCI Switzerland sich nur in etwa verdoppeln konnte. Wie es sich für eine teilweise auf Spezialwerten basierende Investment-Strategie gehört, gab es dabei auch Durststrecken zu überwinden: Von 2012 bis 2014 konnte die Allokation zwar ebenfalls an Wert gewinnen, allerdings blieb der Zuwachs hinter dem Index zurück. Umso eindrucksvoller geriet dann aber das anschließende Comeback.

Umschichtungen vom 9. Januar 2017

Denn während der MSCI Switzerland per Ultimo 2016 rund 10% unter seiner Bestmarke notiert, hat die Strategie im Jahresverlauf neue Rekorde erreicht. Unter dem Strich steht einem (ebenfalls in Euro gerechneten) Index-Minus von 2% ein Portfolio-Plus von 10% gegenüber.

Seit der Anpassung vom Januar 2016 verzeichnen vier Titel ein Plus von mehr als 20%, wobei der Flughafen Zürich und ABB fast gleichauf an der Spitze liegen. Drei der bekanntesten Dividenden-Aktien der Eidgenossenschaft finden sich dagegen in der zweiten Hälfte der Bilanz-Tabelle wider. Dabei kommt Nestlé immerhin noch auf ein positives Ergebnis, während Lindt & Sprüngli und Roche leicht im Minus notieren.

Immerhin kann der Chocolatier sich 2017 noch verbessern, während Roche und Nestlé dem großen Stühlerücken zum Opfer fallen: Außer dem Flughafen Zürich, Bell und eben Lindt werden alle Titel ausgetauscht. Syngenta und Lonza haben ihre Dividende nicht erhöht und sind deshalb nicht mehr mit von der Partie; bei Schindler werden nun mit Blick auf die Handelsliquidität die Partizipationsscheine gegenüber den Namensaktien bevorzugt (was für bereits investierte Anleger indes keine Rolle spielt); die übrigen vier Aktien wurden von Unternehmen mit höherer Dividenden-Dynamik überholt.

Neu in der Allokation sind u.a. Galenica, Implenia, Straumann und die Partners Group – alles Werte aus den „unteren Etagen“ der Schweizer Börse, während der Leitindex SMI überhaupt nicht mehr vertreten ist. Das heißt gleichzeitig: Wegen der eingeschränkten Liquidität bei einigen Ab- und Zugängen (insbesondere bei den Small Caps aus dem SPI Extra) kommt diese Strategie nur für erfahrene Investoren mit direktem Marktzugang infrage.

Im Interesse einer optimalen Vergleichbarkeit mit internationalen Indices werden die DividendenAdel Schweiz-Portfolios nach der Net Total Return-Methode berechnet (Anrechnung der um kalkulatorische Quellensteuer verminderten Dividenden).

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