Portfolios Eurozone 25

DividendenAdel Eurozone 25 Portfolio

2017-04-30 OP DividendenAdel Eurozone 25-1

Das Portfolio investiert immer am zweiten Montag des Jahres in die 25 bestplatzierten Aktien aus dem DividendenAdel Eurozone. Dabei werden nur Unternehmen berücksichtigt, die – gemessen an der Marktkapitalisierung und an den Handelsumsätzen – zu den 250 wichtigsten Börsenfirmen der Eurozone gehören („Large Caps“). Weil bereits der Umfang des Portfolios eine angemessene Risikostreuung gewährleistet, gibt es keine Gewichtungslimite für einzelne Branchen oder Länder. Aktuell sind in der Strategie Unternehmen aus sechs Ländern vertreten, die insgesamt 12 der 19 ICB-Sektoren repräsentieren.

Jede Aktie wird mit anfänglich 4% gewichtet. Die Zusammensetzung des Portfolios bleibt das gesamte Jahr unverändert, es finden keinerlei Umschichtungen oder Anpassungen statt. Lediglich die vereinnahmten Dividenden werden am Tage des Zuflusses wieder in die jeweilige Aktie reinvestiert.

Die bis Anfang 2001 zurückreichende Historie illustriert die Robustheit und Skalierbarkeit der DividendenAdel-Kriterien als Investment-Wegweiser. Wie die mit zehn Aktien bestückten Standard-Strategien überzeugt auch die 25er Selektion durch ein überlegenes Chance/Risiko-Profil. Während der MSCI EMU für die vergangenen 16 Jahre nur ein Plus von rund 30% verzeichnet, kommt das DividendenAdel Eurozone Portfolio inklusive reinvestierter Dividenden (Net Total Return) auf über 170% Wertzuwachs.

Aktuelle Informationen zur Strategie

Seit sich abgezeichnete, dass die Franzosen am 7. Mai wohl den Liberalen Emmanuel Marcon zum Präsidenten wählen werden, sind die europäischen Aktienmärkte zu neuen Höchstständen aufgebrochen. Angetrieben von diesem positiven Sentiment hat der DividendenAdel Eurozone 25 im April weitere 3,3% hinzugewonnen. Seit Anfang 2001 hat sich das Strategie-Portfolio damit nun mehr als verdreifacht, während der MSCI EMU Index – ebenfalls inklusive reinvestierter Netto-Dividenden – nur auf gut 40% Wertzuwachs kommt.

Luxus an der Spitze

Performance-Treiber war zuletzt einmal mehr der Luxus-Sektor, wo nun zusammenwächst, was ohnehin zusammengehört: Das Modehaus Christian Dior soll vollständig ins Marken-Imperium von Louis Vuitton Moet Hennessy integriert werden. Hinter beiden Firmen steht mit Bernard Arnault der aktuell siebtreichste Mann der Welt, der auf diese Art und Weise die Struktur seiner auf alles Teure und Schöne fokussierten Gruppe vereinfacht. Auch wenn auf diese Weise wohl noch in diesem Jahr ein Top-Dividendenzahler von der Börse verschwinden wird, kommt die Transaktion am Kapitalmarkt bestens an: Sowohl Dior als auch LVMH beenden den April mit einem zweistelligen Plus und haben nun seit Jahresanfang – genau wie Unilever – weit über 20% zugelegt.

BIC bleibt einziges Sorgenkind

Wichtiger noch als solche Highlights ist aber, dass die Wertentwicklung auf einer breiten Basis steht. Einziges Sorgenkind bleibt die Société BIC. Der französische Hersteller von Kugelschreibern, Feuerzeugen, Einweg-Rasierern und sonstigem Plastikkram hat die (ohnehin nicht allzu hohen) Erwartungen der Investoren abermals verfehlt – und nachdem der Gewinn im ersten Quartal sogar leicht rückläufig war, hat die Aktie weitere 10% eingebüßt. Bei Kursen von nur noch knapp über 100 Euro könnte BIC nun aber Schnäppchenjäger auf den Plan rufen: Die von 3,40 auf 3,45 Euro erhöhte Dividende ergibt eine Rendite von 3,3%, wobei sich die Ausschüttungsquote nach wie vor im DividendenAdel-Korridor bewegt.

Satte Dividende aus München

Ein – wenngleich nur marginales – Minus weist auch die Münchener Rück auf. Davon sollten Anleger sich aber nicht verwirren lassen. Denn die Tabelle spiegelt nur die Kursveränderungen wider, nicht die Dividende. Der weltgrößte Rückversicherer hat indes schon ausgeschüttet: Am 27. April war Ex-Tag für 8,65 Euro je Aktie und zählt man diesen Betrag zum aktuellen Kurs hinzu, steht unter dem Strich für das Jahr 2017 bislang ein Plus von immerhin 4%.

Zehn Dividenden im Wonnemonat

Beim DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank, das die Wertentwicklung unserer 25 Aktien umfassenden Strategie (abzüglich einer Jahresgebühr von 1,2%) „eins-zu-eins“ abbildet, fallen die Dividenden natürlich ebenfalls nicht unter den Tisch. Zwar wirft das börsentäglich unter der ISIN DE000DM1DVA8 handelbare Papier keine laufenden Erträge ab, dafür werden die Netto-Dividenden sofort reinvestiert. Und was das angeht, ist im Mai viel zu tun: Mit BIC, Danone, Eiffage, Essilor, Ingenico, Linde, MTU Aero Engines, SAP, Scor und Unilever haben gleich zehn Firmen ihren Ex-Tag im Wonnemonat. Und weil DividendenAdel nun mal verpflichtet, gibt’s dabei keine einzige Kürzung, sondern (abgesehen von Eiffage) nur Anhebungen. Am meisten freuen dürfen sich dabei die Aktionäre von Essilor: Der französische Optik-Konzern zahlt 35% mehr als im Vorjahr. Ingenico hebt um 15% an.

Während die US-Börsen derzeit eher auf der Stelle treten, haben europäische Aktien im März kräftig Fahrt aufgenommen. Von diesem Favoritenwechsel konnte auch unsere DividendenAdel Eurozone 25 Strategie profitieren: Im Monatsvergleich ging’s um 5,2% nach oben, womit das auf nachhaltige Dividendenqualität fokussierte Portfolio nun abermals ein neues Allzeithoch erobert hat. Der marktbreite MSCI EMU Net TR Index hingegen kämpft noch mit seiner bisherigen Rekordmarke aus dem Frühjahr 2015.

LVMH und Dior weiter glamourös

Performance-Treiber waren zuletzt die Mode- und Luxus-Aktien. LVMH und Christian Dior bereiten ja schon seit längerem viel Freude, aber nun ist auch Inditex endlich angesprungen. Denn während H&M kriselt, trifft der spanische Textil-Gigant mit seinen globalen Massen-Mode-Marken wie Zara, Massimo Dutti, Bershka oder Stradivarius besser denn je den Geschmack der Kunden.

Goldman Sachs adelt Inditex

Im Ende Januar beendeten Geschäftsjahr 2016/17 konnte der Umsatz um 11,5% auf nunmehr 23,3 Mrd. Euro gesteigert werden, der Jahresüberschuss kletterte um 13,6% auf 3,2 Mrd. Euro. Daran sollen die Aktionäre angemessen beteiligt werden. Die in zwei Tranchen (Ende April und Anfang Oktober) ausgezahlte Dividende wird von zuvor 0,60 auf nunmehr 0,68 Euro angehoben – die 14. Anhebung in der 16-jährigen Börsen-Historie der gründergeführten Firma. Das überzeugt sogar Goldman Sachs: Die Investmentbank hat Inditex kürzlich auf ihre viel beachtete „Conviction Buy List“ gesetzt.

Danone weit hinter Unilever

Kurzfristig eher eine Enttäuschung ist dagegen Danone. Obwohl die Franzosen konsequent auf gesunde Lebensmittel setzen und mit der Übernahme des Soja-Spezialisten Whitewave („Alpro“) gut voran kommen, kann die Aktie weiterhin nicht aus ihrem Seitwärts-Korridor ausbrechen – ganz im Gegensatz zu Unilever. Bei dem britisch-niederländischen Nahrungsmittel- und Haushalts-Multi hat der nach zwei Tagen abgeblasene Angriff des US-Konkurrenten KraftHeinz die Phantasie der Investoren dermaßen angeregt, dass seit Anfang Januar mittlerweile knapp 20% Plus zu Buche stehen.

Übernahmegerüchte um Ingenico

Damit ist Unilever für‘s Gesamtjahr bislang „Tabellenführer“, gefolgt von Ingenico. Um den französischen Spezialisten für Kartenlesegeräte und Mobile Payment-Terminals hatte es zur Monatsmitte wilde Übernahmespekulationen gegeben. Zeitweise war sogar die deutsche Wirecard als möglicher Aufkäufer genannt worden. Bislang hat sich davon allerdings nichts konkretisiert, weshalb Anleger sich zunächst einfach über eine um 15% angehobene Dividenden freuen.

Sechs Dividenden im April

Gebucht wird die Ingenico-Ausschüttung erst im Mai, zuvor sind sechs andere Firmen an der Reihe: Neben Inditex, LVMH, Christian Dior, L’Oréal gibt’s im April auch zwei Überweisungen aus Deutschland – von Henkel und der Münchener Rück, die ebenso wie die Kollegen aus Frankreich und Spanien beide mehr zahlen als im Vorjahr.

Zertifikat: Bequeme Paketlösung

Beim DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank, das die Wertentwicklung unserer 25 Aktien umfassenden Strategie (abzüglich einer Jahresgebühr von 1,2%) „eins-zu-eins“ abbildet, werden die Netto-Dividenden natürlich sofort in die jeweilige Aktie reinvestiert. Das Zertifikat ist unter der ISIN DE000DM1DVA8 börsentäglich in Stuttgart und Frankfurt handelbar.

Nachdem zu Jahresanfang Siemens der Star im DividendenAdel Eurozone war, sorgt jetzt Unilever für Aufsehen. Die Aktie des holländisch-britischen Konsumgüterriesen hat alleine im Februar rund 20% zugelegt, nachdem der US-Konkurrent KraftHeinz Interesse an einer Übernahme signalisiert hatte. Die Offerte wurde zwar schon zwei Tage später wieder zurückgezogen, doch Unilever will nun den Shareholder Value aus eigener Kraft steigern.

Ebenfalls stark verbessert präsentierte sich zuletzt die französische Ingenico. Nachdem der Kurs Ende letzten Jahres fast auf die Hälfte ihres Allzeithochs vom Sommer 2015 abgesackt war, sorgten nun Übernahmegerüchte für Phantasie. Dazu ist die auf Bezahlsysteme wie Maestro-Kartenleser und Mobile Payment-Terminals spezialisierte Firma mit einem KGV von unter 18 alles andere als hoch bewertet.

Enttäuschend dagegen die Entwicklung bei BIC. Der ebenfalls in Frankreich beheimatete Hersteller von Kugelschreibern, Feuerzeugen und allerlei anderem Plastikkram hat seinen Umsatz im Jahr 2016 nur um 1,4% auf 2,27 Mrd. Euro erhöhen können, das Ergebnis je Aktie ist sogar um 9% gefallen. Die Ertragsdelle soll jedoch bald wieder ausgebügelt werden, weshalb BIC – wie es sich für DividendenAdel gehört – seinen Aktionären trotzdem ein bisschen mehr Dividende gönnt. Nach 3,40 Euro im Vorjahr sollen nun 3,45 Euro ausgeschüttet werden.

 

Gerade einmal drei Wochen sind seit der Neuzusammensetzung des Portfolios vergangen. Dennoch ist einiges passiert. So soll der französische Augenoptik-Spezialist Essilor vom italienischen Brillen-Multi Luxottica (u.a. „Ray Ban“) übernommen werden. Die im Portfolio enthaltene Essilor-Aktie schoss daraufhin kurzfristig um knapp 20% nach oben, inzwischen hat die Euphorie sich aber schon wieder gelegt.

An der Spitze thront derweil weiterhin Siemens. Der Industrie-Gigant aus München war ja schon 2016 einer der Top-Titel und ist außerdem nun auch der erste Dividendenzahler des noch jungen Jahres: Ex-Tag für die diesjährige Ausschüttung von 3,60 Euro je Aktie ist der 2. Februar.

Schon vier Tage später gibt's die nächste Ausschüttung – und zwar vom (temporären) Tabellenende. Sodexo zahlt 2,40 Euro je Aktie, 9% mehr als im Jahr zuvor. Zuletzt hatte der Groß-Caterer, der auch Krankenhaus-Küchen und Kindertagesstätten betreibt, die eigenen Erwartungen zum organischen Wachstum knapp verfehlt. Die Aktie war daraufhin um rund 5% abgesackt, stabilisiert sich aber jetzt deutlich über der 100 Euro-Marke.

Von den 250 wichtigsten Börsenfirmen der Eurozone erfüllen 2017 genau 29 alle DividendenAdel-Kriterien – und die 25 wachstumsstärksten davon wandern gleichgewichtet ins Portfolio. Das heißt: Mit Atlantia, Boskalis Westminster, Fresenius Medical Care, Groupe Bruxelles Lambert, Fraport und Wolters Kluwer müssen sich sechs Firmen aus der Allokation verabschieden. Im Gegenzug rücken Colryt, Eiffage, Essilor, Ingenico, Kone und Société BIC nach.

Vier Neuzugänge stammen aus Frankreich, wodurch die „Grande Nation“ mit 13 Firmen nun gut die Hälfte des Portfolios stellt. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit sieben Unternehmen. Wichtiger jedoch ist die Branchenstreuung: Von den 19 Super-Sektoren sind zwölf im Portfolio vertreten. Schwergewicht sind die „Personal & Household Goods“ mit sechs Positionen, wobei sich dahinter so unterschiedliche Unternehmen wie Henkel, Unilever, BIC oder LVMH verbergen.

Deutsche Bank DividendenAdel Eurozone Zertifikat

Im Interesse einer optimalen Vergleichbarkeit mit internationalen Indices werden die DividendenAdel Eurozone-Portfolio nach der Net Total Return-Methode berechnet (Anrechnung der um kalkulatorische Quellensteuer verminderten Dividenden).

 

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