Portfolios Eurozone 25

DividendenAdel Eurozone 25 Portfolio

Das Portfolio investiert immer am zweiten Montag des Jahres in die 25 bestplatzierten Aktien aus dem DividendenAdel Eurozone. Dabei werden nur Unternehmen berücksichtigt, die – gemessen an der Marktkapitalisierung und an den Handelsumsätzen – zu den 250 wichtigsten Börsenfirmen der Eurozone gehören („Large Caps“). Weil bereits der Umfang des Portfolios eine angemessene Risikostreuung gewährleistet, gibt es keine Gewichtungslimite für einzelne Branchen oder Länder. Aktuell sind in der Strategie Unternehmen aus sechs Ländern vertreten, die insgesamt 12 der 19 ICB-Sektoren repräsentieren.

Jede Aktie wird mit anfänglich 4% gewichtet. Die Zusammensetzung des Portfolios bleibt das gesamte Jahr unverändert, es finden keinerlei Umschichtungen oder Anpassungen statt. Lediglich die vereinnahmten Dividenden werden am Tage des Zuflusses wieder in die jeweilige Aktie reinvestiert.

Die bis Anfang 2001 zurückreichende Historie illustriert die Robustheit und Skalierbarkeit der DividendenAdel-Kriterien als Investment-Wegweiser. Wie die mit zehn Aktien bestückten Standard-Strategien überzeugt auch die 25er Selektion durch ein überlegenes Chance/Risiko-Profil. Während der MSCI EMU für die vergangenen 16 Jahre nur ein Plus von rund 30% verzeichnet, kommt das DividendenAdel Eurozone Portfolio inklusive reinvestierter Dividenden (Net Total Return) auf über 170% Wertzuwachs.

Deutsche Bank DividendenAdel Eurozone Zertifikat
Aktuelle Informationen zur Strategie

2017-09-30 DM1DVA Monatsreport Oktober 2017 -1Ausgerechnet im September, statistisch gesehen der schlechteste Börsenmonat, haben die europäischen Aktienmärkte wieder Fahrt aufgenommen. Zwar gab es kaum relevante Unternehmensmeldungen und das geopolitische Umfeld hat sich durch die Bundestagswahl sowie die verbale Eskalation im Nordkorea-Konflikt sogar verschlechtert. Dennoch konnte die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie im Monatsverlauf gut 2,2% zulegen.

MTU Aero Engines fliegt davon 

Vielleicht haben die aus der Sommerfrische zurückgekehrten Investoren ja einfach festgestellt, dass viele Qualitätstitel aus der Eurozone – insbesondere in Relation zu den meisten US-Ak-tien – nach wie vor günstig bewertet sind. Das zumindest würde erklären, warum MTU Aero Engines an der Spitze des September-Rankings steht. Der Münchener Spezialist für Flugzeug-Triebwerke hat sich im Monatsvergleich um knapp 15% verteuert und zuletzt sogar bei 134,95 Euro ein neues Allzeithoch markiert. Trotzdem scheint die Aktie mit einem KGV von 18 nach wie vor nicht überbewertet.

Rundum-Qualität statt nur Rendite 

Gleichzeitig steht der MDAX-Konzern beispielhaft für das DividendenAdel- Prinzip: Mit einer Rendite von aktuell 1,6% ist MTU Aero Engines keine klassische Dividenden-Aktie. Dafür punktet die Firma seit dem Börsengang 2005 mit einer lupenreinen Historie. In zwölf Jahren gab es bislang keine Kürzung, sondern neun Anhebungen. Die weiße Weste resultiert nicht nur aus der moderaten Ausschüttungsquote von rund einem Drittel, sondern ist auch Ausweis der besonderen Qualität des Geschäftsmodells – die sich sowohl in einer knapp zweistelligen Dividenden-Dynamik als auch in nachhaltigen Kursgewinnen niederschlägt.

Gefallene Engel auf Erholungskurs 

Ansonsten sind im September vor allem diejenigen Aktien gut gelaufen, die zuvor ein bisschen in Ungnade gefallen waren – etwa der Groß-Caterer Sodexo, die Werbeagentur Publicis oder die von der Hurrikan-Saison gebeutelte Münchener Rück. Alle drei Titel waren in den vergangenen Reportings als Kandidaten für eine baldige Erholung vorgestellt worden und bestätigen nun die eher passive Ausrichtung der DividendenAdel-Strategie: Solange die (Ausschüttungs-)Qualität intakt ist, sind Kursrückgänge kein Grund, sich von einer Aktie zu trennen. Lieber cool bleiben und Dividenden kassieren…

Colruyt leidet unter Amazon 

Schwer fällt das momentan bei Colruyt. Wie fast alle Filialisten leidet nun auch die belgische Supermarkt- Kette unter der Amazon-Angst: Investoren fürchten, dass der E-Commerce- Gigant über kurz oder lang jedem Händler den Garaus machen wird. Doch kaufen wir bald wirklich alle unser Fleisch, unsere Brötchen und unseren Tiefkühl-Spinat online? Falls nicht, werden geduldige Anleger bei Colruyt mit 2,7% Dividendenrendite belohnt, weshalb die Aktie auf der Watchlist zur DAGA-Challenge steht.

Dior scheidet aus 

Ob’s auch 2018 wieder für den DividendenAdel Eurozone reicht, wird sich hingegen erst am Jahresanfang zeigen. Historie und Payout schauen sauber aus, doch eventuell gehört Colruyt bald nicht mehr zum Basis-Universum der nach Börsenwert und Liquidität 250 wichtigsten Euro-Firmen. Dieses Schicksal hat im Zuge der Übernahme durch LVMH bereits Christian Dior ereilt. Weil kaum noch Papiere auf dem Markt sind, ist die Aktie mit sattem Gewinn aus dem DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8), ausgeschieden. Bis Januar sind damit nur noch 24 Aktien im Index enthalten.

Dafür, dass der August im Durchschnitt seit 1987 der zweitschlechteste Börsenmonat ist, hat sich die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie in den letzten Wochen wacker geschlagen. Zwar fehlt es mitten im Sommerloch an Aufwärts-Impulsen. Doch weder der anhaltend starke Euro noch die Nordkorea-Krise konnten die europäischen Dividenden-Champions in die Knie zwingen: Das Portfolio notiert ziemlich genau auf demselben Stand wie Ende Juli.

Eiffage baut sich nach vorne 

Bei den Einzelwerten gab es natürlich trotzdem Bewegung. Stimuliert durch die von Präsident Macron verkündeten Arbeitsmarkt-Reformen konnte Eiffage weitere 6% zulegen. Der Bau-und Infrastruktur-Konzern dürfte zu den Top-Profiteuren gehören, wenn Frankreichs Wirtschaft wieder Fahrt aufnehmen sollte. Seit Jahresanfang hat die Aktie nun gut 28% gewonnen. gleichzeitig ist die Bewertung nach wie vor nicht überzogen. Das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt bei 17.

Dior weiter an der Spitze 

Noch besser als Eiffage hat sich in den vergangenen acht Monaten nur Dior entwickelt. Nach der 30%-Rally ist das französische Luxus-Label sicher kein Schnäppchen mehr. Aber Qualität hat nun einmal ihren Preis – und das weiß auch LVMH. Das Luxus-Konglomerat von Milliardär Bernard Arnault will Dior nun zügig integrieren, so dass die Aktie dem DividendenAdel 2018 nicht mehr angehören wird. LVMH hingegen kann dem Portfolio auch weiterhin Glamour verleihen.

Rückversicherer im Sturm 

Ganz unten im Monats-Ranking würde man nach der Hurricane-Katastrophe in Texas die Rückversicherer erwarten. Denn ersten Schätzungen zufolge soll der Tropensturm bis zu 125 Mrd. US-Dollar Schaden angerichtet haben. Gemessen daran hat sich die Münchener Rück mit einem Minus von 5% recht gut behauptet, während der französische Konkurrent Scor sogar kaum Kurseinbußen hinnehmen musste. Doch dahinter steht rationales, fast schon zynisches Kalkül der Investoren: Großschäden sind das beste Argument, um künftig höhere Prämien durchzusetzen: Was die Rückversicherer jetzt auszahlen müssen, werden sie sich in den nächsten Jahren mit sattem Aufschlag zurückholen.

Publicis in Sippenhaft 

Die Rote Laterne des Tabellenletzten trägt derweil Publicis. Der französische Werberiese hat zwar selbst keine schlechten News verkündet, leidet aber unter einer Umsatzwarnung des Konkurrenten WPP. Der britische Marktführer geht für 2017 jetzt von stagnierenden Umsätzen aus, weil die großen Markenartikler unter Rendite-Druck stehen und deshalb ihre Marketing-Etats kräftig zusammenstreichen. Inwieweit Publicis davon betroffen ist, lässt sich noch nicht abschätzen. Die aktuelle Bewertung mit einem 12er KGV und einer Dividendenrendite von 3,4% impliziert jedenfalls schon eine gehörige Portion Skepsis.

Des einen Leid, des anderen Freud‘ 

Überdies wird der Rückgang bei Publicis innerhalb des Portfolios kompensiert durch die Performance der Konsumgüter und Lebensmittel-Aktien. Unilever hat seit Januar bereits knapp 30% zugelegt und nach dem Einstieg eines aktivistischen Hedgefunds ist nun auch Danone endlich angesprungen. Da zeigt sich wieder, wie wichtig eine systematische Streuung ist – die Anleger entweder „auf eigene Faust“ umsetzen können oder mit dem DividendenAdel Eurozone Zertifikat (ISIN DE000DM1DVA8). Der von der Deutschen Bank verbriefte Index-Tracker bildet die Strategie eins-zu-eins ab, natürlich inklusive Netto-Dividenden.

2017-08-31 DM1DVA Monatsreport August 2017 -1Die europäischen Börsen stecken im Sommerloch. Die großen Impulse fehlen genauso wie die Investoren und wer nicht im Urlaub ist, hat die Qual der Wahl zwischen Opti- und Pessimismus: Einerseits konnten viele Firmen durchaus respektable Halbjahreszahlen vorlegen. Andererseits drückt der starke Euro auf die Stimmung. In diesem Umfeld hat die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie im Juli ein kleines Minus von 1,6% eingefahren. Unterm Strich stehen für 2017 aber noch immer satte 7,1% Plus.

Sodexo verspielt Vertrauen

Positiv ist auch die weiterhin äußerst geringe Flop-Quote. Nur Société BIC hat auf Jahressicht zweistellig verloren. „Zweiter von unten“ ist Sodexo mit einem Minus von 8,5%. Anfang Juni hatte die Aktie noch über 120 Euro notiert, nun kämpft der Kantinenbetreiber mit der 100-Euro-Marke. Mehr als die wegen des schwachen US-Geschäfts von 2,5% auf 1,5-2,0% reduzierte Erwartung für das Umsatzwachstum im laufenden Jahr stört Investoren dabei, dass die Franzosen ihre Erlösziele erst im April leicht nach unten revidiert hatten.

So eine Salami-Taktik kommt immer schlecht an und nährt Zweifel an der Ertragsprognose – obwohl diese nun explizit bestätigt wurde. Sollte der Gewinn des 400.000 Mitarbeiter starken Unternehmens aber tatsächlich wie geplant um 8-9% zulegen, dürfte die auf dem ermäßigten Niveau nun mit einer Dividendenrendite von 2,6% ausgestattete Aktie bald wieder Kurs auf ihre alten Hochs nehmen.

Ingenico wird wiederentdeckt

Genau umgekehrt läuft’s bei Ingenico. Der Spezialist für bargeldlosen Zahlungsverkehr, dessen graue Kartenlesegeräte auch hierzulande an vielen Kassen installiert sind, lag mit seinen jüngsten Zahlen leicht über den Erwartungen – was einige Investoren wohl daran erinnert hat, dass man sich nicht zwangsläufig bei ebenso hippen wie heißen Start-ups einkaufen muss, um beim Fintech-Trend dabei zu sein.

Denn von der fortschreitenden Digitalisierung des Geldwesens profitiert auch die Ingenico-Aktie, die mit einem KGV von unter 20 selbst nach dem jüngsten Kurssprung noch immer preiswert ist. Nun gelang sogar eine strategische Partnerschaft mit Alipay: Die 450 Millionen Kunden des vom chinesischen E-Commerce-Giganten Alibaba betriebenen Payment-Systems können künftig an allen Ingenico-Terminals via App bezahlen. Die Wachstumsstory dürfte also weiterlaufen.

Eiffage ist die Macron-Aktie

Stetig nach vorne geschoben hat sich derweil Eiffage. Mit 21% Plus seit Jahresanfang ist der Bau- und Infrastrukturkonzern nun die drittbeste Aktie im Portfolio – nach Unilever (+26%) und Christian Dior (+22%). Vor allem seit dem Wahlsieg von Emmanuel Macron geht richtig die Post ab, denn Eiffage ist eine echte Frankreich-Aktie: Mehr als 80% der Umsätze werden innerhalb des Hexagons erwirtschaftet, vor allem mit öffentlichen Projekten wie der Bahnstrecke Rennes-Le Mans, dem Ausbau der Pariser Métro oder der „Cité de la gastronomie“ in Dijon.

Bequeme Zertifikate-Lösung

Fast schon schade also, dass Eiffage nur bis zum Jahresende in der Strategie enthalten ist. Weil die Ausschüttung dieses Jahr nicht angehoben wurde, zählt die Aktie 2018 nicht mehr zum primären DividendenAdel. Doch die nächste Umschichtung findet ja erst in fünf Monaten statt – genügend Zeit also, damit Eiffage noch ein bisschen „mitbauen“ kann an der Performance des DividendenAdel Eurozone Zertifikats der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8). Das börsentäglich handelbare Papier bildet unsere Strategie eins-zu-eins ab – natürlich inklusive reinvestierter Netto-Dividenden.

2017-06-30 DM1DVA Monatsreport Juli 2017Lange hatte es so ausgesehen, als würde der Juni an den Börsen ähnlich entspannt verlaufen wie die fünf ersten Monate des Jahres 2017. Doch in den letzten Tagen drückten der starke Euro und aufkeimende Zinsängste die Stimmung – und die Kurse. Davon blieb auch die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie nicht verschont. Im Vergleich zum Stand von Ende Mai hat das Portfolio rund 3,3% verloren. Dennoch steht unter dem Strich für das erste Halbjahr ein Plus von 8,6%.

Rendite-Renner unter Druck

Gleichzeitig bestätigen sich auf diese Weise unsere Einlassungen zum Risikoprofil ausschüttungsstarker Aktien: Dividendenqualität ist langfristig ein überlegener Werttreiber, schützt aber nicht vor kurzfristigen Schwankungen und Kursverlusten. Und gerade Titel mit hoher Rendite verlieren bisweilen sogar überproportional – wenn sich diejenigen Anleger zurückziehen, die die Devise „Dividende ist der neue Zins“ wörtlich genommen haben.

Finanztitel mit relativer Stärke

Kein Wunder deshalb, dass Red Electrica besonders unter die Räder gekommen ist. Die spanische Infrastruktur-Firma, im Vormonat noch Tabellenführer, gehört zu den Rendite-Rennern der Allokation – und wenn die Anleihe-Zinsen steigen, sinkt die relative Attraktivität der Aktie. Obendrein dürfte wohl auch die Refinanzierung des Konzerns teurer werden, wodurch die langfristige Dividenden-Perspektive sich eintrüben könnte. Gut behauptet haben sich dagegen die Münchener Rück und SCOR, bei denen ebenfalls eine Fünf vor der Rendite steht. Für die Rückversicherer hätte eine Zinswende schließlich auch ein Gutes: Das Deckungskapital würde wieder bessere Erträge abwerfen.

Das „Big Picture“ bleibt intakt

Doch Zinswende hin, Kursrutsch her – wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Denn was in der letzten Juni-Woche passiert ist, war nicht einmal ein Korrektürchen, sondern lediglich ein erster Schritt in Richtung Normalität. Und die lautet nun mal, dass Aktienkurse nicht wie an der Schnur nach oben klettern und Zinsen nicht negativ sind. Am „Big Picture“ ändert sich dadurch nichts. Im Gegenteil, wenn die EZB darüber nachdenkt, ihre Anleihekäufe zurückzufahren, zeigt das: Die Konjunktur in der Eurozone nimmt langsam Fahrt auf und die Aktienkurse werden nicht mehr nur von billigem Geld, sondern auch von Unternehmensgewinnen getrieben.

Saison fast schon vorbei

Gute Perspektiven also für die nächste Ausschüttungssaison, denn steigende Gewinne dürften sich auch in steigenden Dividenden niederschlagen. Für 2017 hingegen ist die Dividenden-Messe fast schon gelesen. Erst im August wird auf das DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank (ISIN DE000DM1DVA8), das unsere Euro-Strategie abbildet, wieder eine Netto-Ausschüttung angerechnet – die dritte Quartalsdividende von Unilever. Die letzte Rate folgt dann im November, wenn obendrein auch das Luxus-Tandem LVMH/Dior die traditionelle Interims-Ausschüttung überweist, die aktuellen Schätzungen zufolge zweistellig angehoben werden könnte.

Dividende ist ein Ganzjahresthema

Die einzige Firma, die 2017 noch gar nichts ausgeschüttet hat, ist Colruyt. Bei der belgischen Supermarkt-Kette endet das Geschäftsjahr erst am 31. März, weshalb der Dividendentermin im September liegt. Die Anhebung von 1,12 auf 1,18 Euro je Aktie ist aber schon bestätigt. Noch wichtiger allerdings: Auch wenn die meisten Ausschüttungen im 1. Halbjahr fließen – Dividendenqualität ist ein Spiegelbild der Unternehmensqualität und deshalb ein Ganzjahresthema.

2017-05-31 DM1DVA Monatsreport Juni 2017Von wegen „Sell in may“: Auch im Wonnemonat konnte die DividendenAdel Eurozone 25 Strategie ihren Aufwärtstrend fortsetzen und weitere 3,1% zulegen. Unter dem Strich steht damit für 2017 bislang ein Plus von 12,1%. Highlights sind nach wie vor Unilever, LVMH und Christian Dior mit Gewinnen von über 25%.

Marginale Flop-Quote

Mindestens genauso bemerkenswert ist aber, dass – bereinigt um die bereits gezahlten Dividenden – nur eine von 25 Aktien im Minus liegt. Die Performance resultiert also nicht aus ein paar positiven Ausreißern, sondern steht auf einem breiten Fundament. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Im EURO STOXX notieren 33 von 295 Titeln im Minus. Die Flop-Quote ist also mehr als doppelt so hoch wie bei unserer auf nachhaltige Ausschüttungsqualität abzielenden Selektion.

Schnäppchenjäger suchen BIC

Und selbst das eine Sorgenkind – die französische Société BIC – ist nun auf Erholungskurs. Wie im letzten Report vermutet, hat die günstige Bewertung des Herstellers von Kugelschreibern, Feuerzeugen, Einwegrasierern und sonstigem Plastikkram Schnäppchenjäger angelockt. Im Mai ging’s um knapp 6% nach oben, was im Monatsranking immerhin für Platz zwei reicht.

Monatsgewinner Red Electrica

Ganz oben thront derweil Red Electri-ca – eine der unbekanntesten DividendenAdel-Aktien, noch dazu beheimatet im bei vielen Investoren nicht unbedingt wohlgelittenen Spanien. Dabei ist die von der Börse mit knapp 11 Mrd. Euro bewertete Firma der ausschüttungsstärkste Versorger der Eurozone: 19 Anhebungen in Serie sind einsame Spitze, genau wie das Geschäftsmodell. Denn Red Electrica ist kein Energieerzeuger, sondern ein reinrassiger Netzbetreiber: Die Madrider bewirtschaften fast das gesamte spanische Elektrizitätsnetz und kassieren für das Durchleiten des Stroms ein Nutzungsentgelt.

Dividendenstärkster Versorger

Ein grundsolides Infrastruktur-Investment mit gut kalkulierbaren Cashflows und stattlicher Rendite: Selbst jetzt, wo die Allzeit-Hochs aus 2015/16 in Sichtweite kommen, sind 4,5% drin. Überwiesen wird die Ausschüttung in zwei Tranchen. Bereits im Mai gab’s 0,24 Euro Interimsdividende, Ende Juni folgen nun weitere 0,62 Euro.  In Summe kassieren die Aktionäre damit dieses Jahr 0,86 Euro je Anteil.

Publicis mit viel Luft nach oben

Das sind knapp 8% mehr als 2016. Doppelt so stark fällt die Anhebung bei Publicis aus: Die französische Werbeagentur hat am 6. Juni Ex-Tag und erhöht von 1,60 auf 1,85 Euro. Vielleicht strahlt das ja auch auf die Aktie aus, die trotz ordentlicher Zahlen seit drei Jahren seitwärts dümpelt und nur noch mit einem Kurs/Gewinn-Verhältnis von 14 bewertet ist. Ansonsten wird eben über die Dividende verdient – die Rendite liegt bei 2,7% und hat angesichts einer Payout-Quote von 27% noch kräftig Spielraum nach oben.

Eiffage bunkert das Geld

Der wäre auch bei Eiffage vorhanden. Allerdings will der französische Infrastruktur-Kontraktor lieber die Substanz stärken, weshalb die Dividende nach der Anhebung vom Vorjahr nun stagniert – wie bereits 2008-15. Dafür läuft der Kurs. Seit Jahresanfang hat die Aktie schon knapp 20% zugelegt. Davon profitieren auch die Inhaber des DividendenAdel Eurozone Zertifikats der Deutschen Bank: Abzüglich einer Jahresgebühr von 1,2% bildet das unter ISIN DE000DM1DVA8 börsentäglich handelbare Papier unsere Euro-Strategie „eins-zu-eins“ ab, natürlich inklusive einer Reinvesition der Netto-Dividenden.

Seit sich abgezeichnete, dass die Franzosen am 7. Mai wohl den Liberalen Emmanuel Marcon zum Präsidenten wählen werden, sind die europäischen Aktienmärkte zu neuen Höchstständen aufgebrochen. Angetrieben von diesem positiven Sentiment hat der DividendenAdel Eurozone 25 im April weitere 3,3% hinzugewonnen. Seit Anfang 2001 hat sich das Strategie-Portfolio damit nun mehr als verdreifacht, während der MSCI EMU Index – ebenfalls inklusive reinvestierter Netto-Dividenden – nur auf gut 40% Wertzuwachs kommt.

Luxus an der Spitze

Performance-Treiber war zuletzt einmal mehr der Luxus-Sektor, wo nun zusammenwächst, was ohnehin zusammengehört: Das Modehaus Christian Dior soll vollständig ins Marken-Imperium von Louis Vuitton Moet Hennessy integriert werden. Hinter beiden Firmen steht mit Bernard Arnault der aktuell siebtreichste Mann der Welt, der auf diese Art und Weise die Struktur seiner auf alles Teure und Schöne fokussierten Gruppe vereinfacht. Auch wenn auf diese Weise wohl noch in diesem Jahr ein Top-Dividendenzahler von der Börse verschwinden wird, kommt die Transaktion am Kapitalmarkt bestens an: Sowohl Dior als auch LVMH beenden den April mit einem zweistelligen Plus und haben nun seit Jahresanfang – genau wie Unilever – weit über 20% zugelegt.

BIC bleibt einziges Sorgenkind

Wichtiger noch als solche Highlights ist aber, dass die Wertentwicklung auf einer breiten Basis steht. Einziges Sorgenkind bleibt die Société BIC. Der französische Hersteller von Kugelschreibern, Feuerzeugen, Einweg-Rasierern und sonstigem Plastikkram hat die (ohnehin nicht allzu hohen) Erwartungen der Investoren abermals verfehlt – und nachdem der Gewinn im ersten Quartal sogar leicht rückläufig war, hat die Aktie weitere 10% eingebüßt. Bei Kursen von nur noch knapp über 100 Euro könnte BIC nun aber Schnäppchenjäger auf den Plan rufen: Die von 3,40 auf 3,45 Euro erhöhte Dividende ergibt eine Rendite von 3,3%, wobei sich die Ausschüttungsquote nach wie vor im DividendenAdel-Korridor bewegt.

Satte Dividende aus München

Ein – wenngleich nur marginales – Minus weist auch die Münchener Rück auf. Davon sollten Anleger sich aber nicht verwirren lassen. Denn die Tabelle spiegelt nur die Kursveränderungen wider, nicht die Dividende. Der weltgrößte Rückversicherer hat indes schon ausgeschüttet: Am 27. April war Ex-Tag für 8,65 Euro je Aktie und zählt man diesen Betrag zum aktuellen Kurs hinzu, steht unter dem Strich für das Jahr 2017 bislang ein Plus von immerhin 4%.

Zehn Dividenden im Wonnemonat

Beim DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank, das die Wertentwicklung unserer 25 Aktien umfassenden Strategie (abzüglich einer Jahresgebühr von 1,2%) „eins-zu-eins“ abbildet, fallen die Dividenden natürlich ebenfalls nicht unter den Tisch. Zwar wirft das börsentäglich unter der ISIN DE000DM1DVA8 handelbare Papier keine laufenden Erträge ab, dafür werden die Netto-Dividenden sofort reinvestiert. Und was das angeht, ist im Mai viel zu tun: Mit BIC, Danone, Eiffage, Essilor, Ingenico, Linde, MTU Aero Engines, SAP, Scor und Unilever haben gleich zehn Firmen ihren Ex-Tag im Wonnemonat. Und weil DividendenAdel nun mal verpflichtet, gibt’s dabei keine einzige Kürzung, sondern (abgesehen von Eiffage) nur Anhebungen. Am meisten freuen dürfen sich dabei die Aktionäre von Essilor: Der französische Optik-Konzern zahlt 35% mehr als im Vorjahr. Ingenico hebt um 15% an.

Während die US-Börsen derzeit eher auf der Stelle treten, haben europäische Aktien im März kräftig Fahrt aufgenommen. Von diesem Favoritenwechsel konnte auch unsere DividendenAdel Eurozone 25 Strategie profitieren: Im Monatsvergleich ging’s um 5,2% nach oben, womit das auf nachhaltige Dividendenqualität fokussierte Portfolio nun abermals ein neues Allzeithoch erobert hat. Der marktbreite MSCI EMU Net TR Index hingegen kämpft noch mit seiner bisherigen Rekordmarke aus dem Frühjahr 2015.

LVMH und Dior weiter glamourös

Performance-Treiber waren zuletzt die Mode- und Luxus-Aktien. LVMH und Christian Dior bereiten ja schon seit längerem viel Freude, aber nun ist auch Inditex endlich angesprungen. Denn während H&M kriselt, trifft der spanische Textil-Gigant mit seinen globalen Massen-Mode-Marken wie Zara, Massimo Dutti, Bershka oder Stradivarius besser denn je den Geschmack der Kunden.

Goldman Sachs adelt Inditex

Im Ende Januar beendeten Geschäftsjahr 2016/17 konnte der Umsatz um 11,5% auf nunmehr 23,3 Mrd. Euro gesteigert werden, der Jahresüberschuss kletterte um 13,6% auf 3,2 Mrd. Euro. Daran sollen die Aktionäre angemessen beteiligt werden. Die in zwei Tranchen (Ende April und Anfang Oktober) ausgezahlte Dividende wird von zuvor 0,60 auf nunmehr 0,68 Euro angehoben – die 14. Anhebung in der 16-jährigen Börsen-Historie der gründergeführten Firma. Das überzeugt sogar Goldman Sachs: Die Investmentbank hat Inditex kürzlich auf ihre viel beachtete „Conviction Buy List“ gesetzt.

Danone weit hinter Unilever

Kurzfristig eher eine Enttäuschung ist dagegen Danone. Obwohl die Franzosen konsequent auf gesunde Lebensmittel setzen und mit der Übernahme des Soja-Spezialisten Whitewave („Alpro“) gut voran kommen, kann die Aktie weiterhin nicht aus ihrem Seitwärts-Korridor ausbrechen – ganz im Gegensatz zu Unilever. Bei dem britisch-niederländischen Nahrungsmittel- und Haushalts-Multi hat der nach zwei Tagen abgeblasene Angriff des US-Konkurrenten KraftHeinz die Phantasie der Investoren dermaßen angeregt, dass seit Anfang Januar mittlerweile knapp 20% Plus zu Buche stehen.

Übernahmegerüchte um Ingenico

Damit ist Unilever für‘s Gesamtjahr bislang „Tabellenführer“, gefolgt von Ingenico. Um den französischen Spezialisten für Kartenlesegeräte und Mobile Payment-Terminals hatte es zur Monatsmitte wilde Übernahmespekulationen gegeben. Zeitweise war sogar die deutsche Wirecard als möglicher Aufkäufer genannt worden. Bislang hat sich davon allerdings nichts konkretisiert, weshalb Anleger sich zunächst einfach über eine um 15% angehobene Dividenden freuen.

Sechs Dividenden im April

Gebucht wird die Ingenico-Ausschüttung erst im Mai, zuvor sind sechs andere Firmen an der Reihe: Neben Inditex, LVMH, Christian Dior, L’Oréal gibt’s im April auch zwei Überweisungen aus Deutschland – von Henkel und der Münchener Rück, die ebenso wie die Kollegen aus Frankreich und Spanien beide mehr zahlen als im Vorjahr.

Zertifikat: Bequeme Paketlösung

Beim DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank, das die Wertentwicklung unserer 25 Aktien umfassenden Strategie (abzüglich einer Jahresgebühr von 1,2%) „eins-zu-eins“ abbildet, werden die Netto-Dividenden natürlich sofort in die jeweilige Aktie reinvestiert. Das Zertifikat ist unter der ISIN DE000DM1DVA8 börsentäglich in Stuttgart und Frankfurt handelbar.

Nachdem zu Jahresanfang Siemens der Star im DividendenAdel Eurozone war, sorgt jetzt Unilever für Aufsehen. Die Aktie des holländisch-britischen Konsumgüterriesen hat alleine im Februar rund 20% zugelegt, nachdem der US-Konkurrent KraftHeinz Interesse an einer Übernahme signalisiert hatte. Die Offerte wurde zwar schon zwei Tage später wieder zurückgezogen, doch Unilever will nun den Shareholder Value aus eigener Kraft steigern.

Ebenfalls stark verbessert präsentierte sich zuletzt die französische Ingenico. Nachdem der Kurs Ende letzten Jahres fast auf die Hälfte ihres Allzeithochs vom Sommer 2015 abgesackt war, sorgten nun Übernahmegerüchte für Phantasie. Dazu ist die auf Bezahlsysteme wie Maestro-Kartenleser und Mobile Payment-Terminals spezialisierte Firma mit einem KGV von unter 18 alles andere als hoch bewertet.

Enttäuschend dagegen die Entwicklung bei BIC. Der ebenfalls in Frankreich beheimatete Hersteller von Kugelschreibern, Feuerzeugen und allerlei anderem Plastikkram hat seinen Umsatz im Jahr 2016 nur um 1,4% auf 2,27 Mrd. Euro erhöhen können, das Ergebnis je Aktie ist sogar um 9% gefallen. Die Ertragsdelle soll jedoch bald wieder ausgebügelt werden, weshalb BIC – wie es sich für DividendenAdel gehört – seinen Aktionären trotzdem ein bisschen mehr Dividende gönnt. Nach 3,40 Euro im Vorjahr sollen nun 3,45 Euro ausgeschüttet werden.

 

Gerade einmal drei Wochen sind seit der Neuzusammensetzung des Portfolios vergangen. Dennoch ist einiges passiert. So soll der französische Augenoptik-Spezialist Essilor vom italienischen Brillen-Multi Luxottica (u.a. „Ray Ban“) übernommen werden. Die im Portfolio enthaltene Essilor-Aktie schoss daraufhin kurzfristig um knapp 20% nach oben, inzwischen hat die Euphorie sich aber schon wieder gelegt.

An der Spitze thront derweil weiterhin Siemens. Der Industrie-Gigant aus München war ja schon 2016 einer der Top-Titel und ist außerdem nun auch der erste Dividendenzahler des noch jungen Jahres: Ex-Tag für die diesjährige Ausschüttung von 3,60 Euro je Aktie ist der 2. Februar.

Schon vier Tage später gibt's die nächste Ausschüttung – und zwar vom (temporären) Tabellenende. Sodexo zahlt 2,40 Euro je Aktie, 9% mehr als im Jahr zuvor. Zuletzt hatte der Groß-Caterer, der auch Krankenhaus-Küchen und Kindertagesstätten betreibt, die eigenen Erwartungen zum organischen Wachstum knapp verfehlt. Die Aktie war daraufhin um rund 5% abgesackt, stabilisiert sich aber jetzt deutlich über der 100 Euro-Marke.

Von den 250 wichtigsten Börsenfirmen der Eurozone erfüllen 2017 genau 29 alle DividendenAdel-Kriterien – und die 25 wachstumsstärksten davon wandern gleichgewichtet ins Portfolio. Das heißt: Mit Atlantia, Boskalis Westminster, Fresenius Medical Care, Groupe Bruxelles Lambert, Fraport und Wolters Kluwer müssen sich sechs Firmen aus der Allokation verabschieden. Im Gegenzug rücken Colryt, Eiffage, Essilor, Ingenico, Kone und Société BIC nach.

Vier Neuzugänge stammen aus Frankreich, wodurch die „Grande Nation“ mit 13 Firmen nun gut die Hälfte des Portfolios stellt. Auf Platz zwei folgt Deutschland mit sieben Unternehmen. Wichtiger jedoch ist die Branchenstreuung: Von den 19 Super-Sektoren sind zwölf im Portfolio vertreten. Schwergewicht sind die „Personal & Household Goods“ mit sechs Positionen, wobei sich dahinter so unterschiedliche Unternehmen wie Henkel, Unilever, BIC oder LVMH verbergen.

Im Interesse einer optimalen Vergleichbarkeit mit internationalen Indices werden die DividendenAdel Eurozone-Portfolio nach der Net Total Return-Methode berechnet (Anrechnung der um kalkulatorische Quellensteuer verminderten Dividenden).

 

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