Portfolios DividendenStars Deutschland

Die Strategien aus dem Buch

Die vier DividendenAdel-Kriterien sind eine ebenso einfache wie erfolgreiche Methode, um zuverlässige Dividendenzahler mit nachhaltigem Potential zu identifizieren. Leser der ersten Auflage unseres Buches Cool bleiben und Dividenden kassieren kennen darüber hinaus noch eine weitere Spielart unserer Idee vom „Magischen Viereck“.

Kernpunkt dabei ist eine etwas andere Interpretation des Faktors Kontinuität: Statt zehn Jahren ohne Kürzung verlangen wir einfach vier Anhebungen in den letzten fünf Jahren. Auf diese Weise rücken auch weniger etablierte Firmen ins Blickfeld, die noch keinen ganz so langen „Track Record“ vorweisen können. Entsprechend wichtig ist die Qualität, weshalb wir nicht nur den Zielkorridor für die Ausschüttungsquote etwas enger ziehen (33-75% statt 25-75%), sondern obendrein gleich zwei alternative Sortierungen vornehmen – einerseits wie beim klassischen DividendenAdel nach dem Dividenden-Wachstum, andererseits nach der durchschnittlichen Dividenden-Rendite, beides bezogen auf die letzten fünf Jahre.

Auch diese Strategien, die wir der Abgrenzung wegen „DividendenStars“ nennen und die beide auf unser bewährten Universum mit den 250 wichtigsten deutschen Aktien aufsetzen, werden zum Jahresanfang überprüft – und alles, was es dazu braucht, stellen wir wie versprochen pünktlich zum ersten Anpassungstag nach Erscheinen des Buches online.

DividendenStars Deutschland Wachstum 10

Die ab Seite 165 vorgestellte Strategie blickt auf ein ausgezeichnetes Jahr 2016 zurück. Unter dem Strich steht ein Plus von 20%, was nicht zuletzt an KPS liegt. Die IT-Aktie hat sich mehr als verdoppelt – da lässt sich auch ein Reinfall wie Boss bequem verkraften. Seit 2001 konnte der Zehnerpack sich damit nun mehr als verzehnfachen, wogegen der CDAX mit seiner Verdoppelung doch ziemlich alt aussieht.

Wer sein Portfolio aktuell halten will, hat nun indes einiges zu tun: Mit Dürr, Sixt und Bertrandt gehen nur drei Firmen in die nächste Runde. Die restlichen sieben müssen Platz machen für Aurelius, Capital Stage, United Internet, Villeroy & Boch, Brenntag, CTS Eventim und Henkel. Eigentlich hätte es auch Bertrandt (Platz 11) erwischt, aber weil Dürr schon die Fahne der Maschinenbau-Branche hochhält, bleibt Krones außen vor.

DividendenStars Deutschland Rendite 10

Die andere Strategie, die wir im Buch ab Seite 170 erläutern, hat 2016 sogar noch besser abgeschnitten. Hier stehen satte 25 % zu Buche, weil KPS ebenfalls mit von der Partie war, aber kein Flop à la Boss – stattdessen einige grundsolide DAX-Werte wie Siemens, BASF und Deutsche Post, die allesamt dick zweistellige Kursgewinne einfahren konnten. Im Langfrist-Vergleich steht das Rendite-Portfolio allerdings etwas schlechter da als die Wachstums-Variante: Statt einer Verzehnfachung gab’s seit 2016 „nur“ eine Verachtfachung.

Weil BASF, Daimler, die Münchener Rück sowie Villeroy & Boch auch in der neuen Auswahlliste auf den ersten zehn Plätzen rangieren, müssen hier nur sechs Werte ausgetauscht werden. Neu dabei sind Aurelius, Dürr und Sixt – die damit wie Villeroy & Boch in beiden Strategie-Varianten enthalten sind – sowie Cewe, UmweltBank und VIB Vermögen.