Portfolios Austria 10

DividendenAdel Austria 10 Portfolio

Das Portfolio investiert immer am zweiten Montag des Jahres in die zehn Top-Titel des DividendenAdel Austria – mit der einzigen Einschränkung, dass maximal zwei Unternehmen mit vergleichbarer Geschäftstätigkeit in der Allokation enthalten sein sollen. Ansonsten gibt es angesichts der mangelnden Breite und Tiefe des österreichischen Aktienmarktes keinerlei Konzentrationslimite.

Anlässlich der jährlichen Stichtage wird jede Aktie mit anfänglich 10% gewichtet. Die Zusammensetzung des Portfolios bleibt das gesamte Jahr unverändert, es finden keinerlei Umschichtungen oder Anpassungen statt. Lediglich die vereinnahmten Dividenden werden am Tage des Zuflusses wieder in die jeweilige Aktie reinvestiert.

In den 16 Jahren seit Anfang 2001 kommt das nach dieser Maßgabe geführte DividendenAdel Austria 10 Portfolio inklusive reinvestierter Dividenden auf einen Wertzuwachs von 800%. Das entspricht gut dem Zehnfachen dessen, was der MSCI Austria Net Total Return im selben Zeitraum zulegen konnte. Bemerkenswert ist dabei vor allem, dass die Strategie erst per Ultimo 2016 ein neues Allzeithoch markieren konnte, während der Index seit sieben Jahren mehr als 50% unterhalb seiner alten Bestmarken seitwärts dümpelt.

Umschichtungen vom 9. Januar 2017

Zuletzt hat der Vorsprung sich allerdings verringert. Während der MSCI Austria 2016 rund 15% zulegen konnte, gelang der Strategie nur ein mageres Gesamt-Plus von 4,5%. Dabei belastete nicht nur der heftige Kursrutsch bei Do & Co, sondern auch der Umstand, dass der jüngste Aufschwung am Schottenring von Firmen getragen war, die nicht einmal unsere exklusiv für den österreichischen Aktienmarkt deutlich reduzierten Anforderungen erfüllen.

Zwei Top-Performer wie OMV und Agrana reichen eben nicht, wenn der Rest sich eher mau entwickelt. Genau darin spiegelt sich jedoch das Wesen des DividendenAdel Austria 10 Portfolios: Die langfristig außergewöhnlichen Ergebnisse sind nur möglich, weil die Strategie sich mit Spezialwerten wie Oberbank, Ottakringer oder Stadlauer sehr stark vom „Mainstream“ abhebt – was kurzfristig halt auch mal nach hinten losgehen kann.

Einziger wirklicher Schwachpunkt der Strategie bleibt deshalb die Handelbarkeit. Abseits des ATX Prime sind die Börsenumsätze so dünn und die Spreads so weit, dass jede Order Geduld, Fingerspitzengefühl und enge Limits braucht. Das gilt auch für die aktuellen Umschichtungen, denn mit dem Öl-Konzern OMV, dem Kartonhersteller Mayr-Melnhof und dem Getränkeabfüller Ottakringer müssen gleich drei Firmen das Portfolio wegen einer Dividendenkürzung verlassen – und zumindest bei Ottakringer sollte man sich für den Verkauf Zeit nehmen. Selbiges gilt für den Einstieg bei der BTV Bank, während die anderen beiden Neuaufnahmen (der Versorger EVN und die Immobiliengesellschaft UBM Development) halbwegs liquide gehandelt werden.

Im Interesse einer optimalen Vergleichbarkeit mit internationalen Indices werden die DividendenAdel Austria-Portfolios nach der Net Total Return-Methode berechnet (Anrechnung der um kalkulatorische Quellensteuer verminderten Dividenden).

facebook