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Dividenden-Krösus enttäuscht: Daimler hebt nicht an

Daimler sorgt für die erste Enttäuschung der Dividendensaison 2017: Während die meisten Investoren zumindest auf ein kleines Plus spekuliert hatten, werden die Schwaben der am 29. März in Berlin stattfindenden Hauptversammlung nur eine unveränderte Ausschüttung in Höhe von 3,25 Euro vorschlagen. Das ist durchaus ein Warnsignal – aber wer schon einige Jahre dabei ist, bleibt cool und kassiert Dividendenrenditen von über 8%.

Dividendenrekord 2017 Deutschland DividendenAdel 0

Bis zu 43 Mrd. Euro: Deutsche Aktien 2017 mit neuem Dividendenrekord

Jetzt geht’s los mit der Dividendenjagd: ThyssenKrupp und Siemens eröffnen diese Woche den Reigen der DAX-Konzerne, die 2017 in Summe erstmals mehr als 30 Mrd. Euro an ihre Anteilseigner überweisen dürften. Auch für die anderen Indices erwarten wir neue Bestmarken. Noch gibt es allerdings nur von wenigen Firmen offizielle Dividendenankündigungen – und Schätzungen sind keine seriöse Grundlage für eine Investment-Entscheidung. Dafür liegen die Analysten zu häufig daneben. Besonders groß ist die Unsicherheit derzeit bei Volkswagen, RWE und Hugo Boss.

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Williams-Sonoma: Lifestyle-Aktie zum Schnäppchenpreis

Während der Dow Jones diese Woche die 20.000 Punkte-Marke knacken konnte und im S&P 500 fast 70 Aktien auf neue Mehrjahres-Hochs geklettert sind, hat Williams-Sonoma schon bessere Zeiten gesehen: Seit den Rekorden vom Sommer 2015 hat der US-amerikanische Anbieter von hochwertigen Möbeln und exklusivem Küchenzubehör fast die Hälfte seines Börsenwerts verloren – nicht ohne Grund, denn das Wachstum hat sich spürbar verlangsamt. Der Dividenden-Ausblick ist jedoch positiv und 3% Rendite sind für einen Lifestyle-Wert mit starkem E-Commerce-Geschäft allemal beachtlich.

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Christian W. Röhl auf der IR 2017: Vier Tipps für den Dialog mit Privatanlegern

DividendenAdel diese Woche unterwegs in Frankfurt am Main auf der IR 2017, dem Kongress für die deutsche Investor Relations-Szene. Für gewöhnlich haben die IR-Manager ja vor allem mit institutionellen Adressen zu tun. Wir hingegen haben den Privatanleger in den Fokus gerückt, der selbstbestimmt agiert und häufig viel loyaler ist als die (vermeintlchen) Geld-Profis. Doch diese Loyalität müssen die Unternehmen sich verdienen: Mit schlüssigen Strategien, funktionierenden Geschäftsmodellen, nachhaltigen Gewinnen, stabilen Dividenden – und einem Dialog auf Augenhöhe. Vier Tipps für den Umgang mit einer neuen Generation von Investoren.

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Risiko – eine Frage der Perspektive: United Internet vs. Coca-Cola

„Gute Analyse! Die Aktie würde ich allerdings nur für risikofreudige Anleger als geeignet einstufen“, kommentierte ein Facebook-Nutzer unsere jüngsten Gedanken zu United Internet. Ein Fazit, das auch in Anleger-Magazinen und Research-Berichten häufig zu finden ist, genau wie der Hinweis auf „krisensichere“ Alternativen wie Nestlé, Unilever oder Coca-Cola. Doch kann man wirklich so pauschal sagen, dass die Web-Holding aus dem TecDAX nur für hartgesottene Investoren infrage kommt, während risikoscheue Naturen ihr Geld lieber in die legendäre Brausefirma stecken sollten? Das hängt entscheidend davon ab, wie man Risiko definiert – anhand von Kursschwankungen, aus der Value-Perspektive oder mit Blick auf den Portfolio-Kontext.

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United Internet: Wachstumskurs nach Startup-Fehlzündung

Schwere Zeiten für die Berliner Startup-Idylle: Der mit 80 Mio. Euro Wagniskapital gefütterte Online-Versteigerer Auctionata ist insolvent, die Beteiligungsfirma German Startups Group schockt mit vier Gewinnwarnungen in vier Wochen und Rocket Internet hat sich mit über 50% Kursverlust seit dem Börsengang sowieso als milliardenschwere Fehlzündung entpuppt. Darunter leidet auch United Internet. Nicht umsonst notiert die Aktie trotz guter Börsenstimmung rund 25% unter ihrem Hoch und ob die Dividende angehoben wird, lässt sich nicht seriös abschätzen. Trotzdem ist der Web-Konzern für Langfrist-Investoren noch interessanter als Telefonica Deutschland, Drillisch und die anderen einschlägigen Rendite-Renner aus dem TecDAX.

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Banken in der Gebührenfalle: Was nichts kostet, ist nichts wert?

Verbraucherschützer und Medien empören sich darüber, dass das kostenlose Girokonto allmählich ausstirbt. Den Shitstorm haben Banken und Sparkassen sich redlich verdient, nachdem sie ihre Klientel zwei Jahrzehnte lang zu Lauscheppern erzogen haben – um dann hintenrum umso schamloser abzukassieren. Doch genau das funktioniert nicht mehr, weil die Zinsmarge dahinschmilzt, weil Vertrieb und Beratung immer stärker reguliert werden, weil die Kunden besser informiert oder zumindest stärker sensibilisiert sind.

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Geld für Kois statt für Aktionäre: Spätrömische Dekadenz bei Volkswagen

Selten hat der Begriff von der „spätrömischen Dekadenz“ so gut gepasst wie beim ehemaligen Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, der sich sogar einen beheizten Teich für seine edlen Koi-Karpfen von der Firma bezahlen ließ. Doch während Geld in Wolfsburg scheinbar keine Rolle spielte, mussten sich die Aktionäre mit mageren Dividenden bescheiden: In der Ära Winterkorn wurde nur ein Sechstel der Gewinne ausgeschüttet. Solcher Geiz ist ein Warnsignal für Investoren – denn Firmen mit Payout-Quoten zwischen 25% und 75% schneiden langfristig deutlich besser ab.