DividendenAdel Eurozone 05/2017: Weiter aufwärts dank Macron und Arnault

Seit sich abzeichnet, dass die Franzosen am 7. Mai wohl den Liberalen Emmanuel Macron zum Präsidenten wählen werden, sind die europäischen Aktienmärkte zu neuen Höchstständen aufgebrochen. Angetrieben von diesem positiven Sentiment hat der DividendenAdel Eurozone 25 im April weitere 3,3% hinzugewonnen. Seit Anfang 2001 hat sich das Strategie-Portfolio damit nun mehr als verdreifacht, während der MSCI EMU Index – ebenfalls inklusive reinvestierter Netto-Dividenden – nur auf gut 40% Wertzuwachs kommt.

Luxus an der Spitze

Performance-Treiber war zuletzt einmal mehr der Luxus-Sektor, wo nun zusammenwächst, was ohnehin zusammengehört: Das Modehaus Christian Dior soll vollständig ins Marken-Imperium von Louis Vuitton Moet Hennessy integriert werden. Hinter beiden Firmen steht mit Bernard Arnault der aktuell siebtreichste Mann der Welt, der auf diese Art und Weise die Struktur seiner auf alles Teure und Schöne fokussierten Gruppe vereinfacht. Auch wenn auf diese Weise wohl noch in diesem Jahr ein Top-Dividendenzahler von der Börse verschwinden wird, kommt die Transaktion am Kapitalmarkt bestens an: Sowohl Dior als auch LVMH beenden den April mit einem zweistelligen Plus und haben nun seit Jahresanfang – genau wie Unilever – weit über 20% zugelegt.

BIC bleibt einziges Sorgenkind

Wichtiger noch als solche Highlights ist aber, dass die Wertentwicklung auf einer breiten Basis steht. Einziges Sorgenkind bleibt die Société BIC. Der französische Hersteller von Kugelschreibern, Feuerzeugen, Einweg-Rasierern und sonstigem Plastikkram hat die (ohnehin nicht allzu hohen) Erwartungen der Investoren abermals verfehlt – und nachdem der Gewinn im ersten Quartal sogar leicht rückläufig war, hat die Aktie weitere 10% eingebüßt. Bei Kursen von nur noch knapp über 100 Euro könnte BIC nun aber Schnäppchenjäger auf den Plan rufen: Die von 3,40 auf 3,45 Euro erhöhte Dividende ergibt eine Rendite von 3,3%, wobei sich die Ausschüttungsquote nach wie vor im DividendenAdel-Korridor bewegt.

Satte Dividende aus München

Ein – wenngleich nur marginales – Minus weist auch die Münchener Rück auf. Davon sollten Anleger sich aber nicht verwirren lassen. Denn die Tabelle spiegelt nur die Kursveränderungen wider, nicht die Dividende. Der weltgrößte Rückversicherer hat indes schon ausgeschüttet: Am 27. April war Ex-Tag für 8,65 Euro je Aktie und zählt man diesen Betrag zum aktuellen Kurs hinzu, steht unter dem Strich für das Jahr 2017 bislang ein Plus von immerhin 4%.

Deutsche Bank DividendenAdel Eurozone Zertifikat

Zehn Dividenden im Wonnemonat

Beim DividendenAdel Eurozone Zertifikat der Deutschen Bank, das die Wertentwicklung unserer 25 Aktien umfassenden Strategie (abzüglich einer Jahresgebühr von 1,2%) „eins-zu-eins“ abbildet, fallen die Dividenden natürlich ebenfalls nicht unter den Tisch. Zwar wirft das börsentäglich unter der ISIN DE000DM1DVA8 handelbare Papier keine laufenden Erträge ab, dafür werden die Netto-Dividenden sofort reinvestiert. Und was das angeht, ist im Mai viel zu tun: Mit BIC, Danone, Eiffage, Essilor, Ingenico, Linde, MTU Aero Engines, SAP, Scor und Unilever haben gleich zehn Firmen ihren Ex-Tag im Wonnemonat. Und weil DividendenAdel nun mal verpflichtet, gibt’s dabei keine einzige Kürzung, sondern (abgesehen von Eiffage) nur Anhebungen. Am meisten freuen dürfen sich dabei die Aktionäre von Essilor: Der französische Optik-Konzern zahlt 35% mehr als im Vorjahr. Ingenico hebt um 15% an.

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