Kategorie: Profile

Medtronic

Jeder zweite Herzschrittmacher, der irgendwo auf dem Globus implantiert wird, stammt von Medtronic. Eines Weltmarktführers würdig ist auch die Dividenden-Historie des in Irland ansässigen, aber primär an der New Yorker Wall Street gelisteten Unternehmens: Mit mehr als 25 Anhebungen in Serie ist Medtronic ein waschechter Dividenden-Aristokrat – und leidet wie manch anderes Mitglied dieses erlauchten Zirkels unter einer leichte Gewinn-Insuffizienz.

Merck KGaA

Die Darmstädter Merck KGaA (nicht zu verwechseln mit der stammesgleichen US-Firma Merck & Co.) gehört zu den expansivsten Unternehmen im DAX. Zwischen 2006 und 2016 hat der Pharma- und Chemie-Konzern seinen Umsatz mehr als verdreifacht – vor allem durch die milliardenschweren Übernahmen der Schweizer Biotech-Schmiede Serono und des US-amerikanischen Filter-Spezialisten Millipore. Die Integration der Zukäufe scheint perfekt gelungen. Doch wo viel investiert wird, bleibt erstmal weniger für Dividendenzahlungen übrig.

B&G Group

Aktien aus dem Nahrungsmittel-Bereich stehen bei vielen Income-Investoren ganz oben auf der Einkaufsliste. Gegessen wird schließlich immer – so dass Umsätze, Erträge und Dividenden über die Zeit mindestens im Rahmen der Inflationsrate steigen sollten. Doch wie im Supermarkt sollte man auch an der Börse nicht wahllos zugreifen. Das zeigt das Beispiel der US-Firma B&G Foods.

Schloss Wachenheim

Sprichwörtliche Sektlaune herrscht derzeit bei den Anteilseignern der Schloss Wachenheim AG. Der Aktienkurs der Trierer Perlwein-Kellerei hat sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt. Dazu gab’s von 2010 bis 2016 sieben Dividenden-Anhebungen in Serie. Die Höhe der diesjährigen Ausschüttung wird wegen des versetzten Geschäftsjahres (30.06.) zwar erst in der zweiten Septemberhälfte endgültig bekannt sein. Alles andere als eine weitere Erhöhung wäre gemessen an den bisherigen Informationen zur operativen Entwicklung jedoch eine faustdicke Überraschung.

Bet-at-home

Die Web-Adresse als Firmenname: Nachdem die große Internet-Blase Anfang des Jahrtausends geplatzt war, galt das als sicheres Erkennungszeichen für Luftnummern. Unbeeindruckt davon gehört die Bet-at-home.com AG zu den Top-Wachstumswerten der letzten Jahre. Noch 2012 hatte die Aktie des Anbieters von Online-Glückspielen und Sportwetten im einstelligen Bereich notiert, dann ging’s rauf bis auf 150 Euro. Dazu gibt’s stattliche Dividenden – in der Internet-Ökonomie selbst bei hochprofitablen Firmen noch immer alles andere als selbstverständlich.

Foot Locker

Es gibt wohl keine Branche, die an der Börse momentan dermaßen „out“ ist wie der stationäre Handel. Egal, ob Kleidung, Werkzeug oder Lebensmittel – überall geht die Angst vor der Disruption des Geschäftsmodells durch den E-Commerce-Giganten Amazon um. Darunter leidet auch Foot Locker, mit über 3.000 Filialen einer der größten Sportartikel-Händler der Welt: Seit dem Ende Dezember erreichten Allzeithoch bei fast 80 US-Dollar hat die Aktie knapp 40% eingebüßt.

Villeroy & Boch

Mit 30% Plus seit Jahresanfang hat Villeroy & Boch deutlich besser abgeschnitten als die deutschen Indices. Trotz der Kursrally lockt das Unternehmen nach wie vor mit einer stattlichen Dividendenrendite von 2,9%. Dazu ist das 1748 gegründete Traditionshaus eine astreine Familienfirma: Börsennotiert sind nur die stimmrechtslosen Vorzüge, während die Stammaktien bei den Nachfahren der Gründer liegen.

Corning

Vor knapp zwei Jahrzehnten, im Rausch der New Economy, kostete eine Corning-Aktie zeitweise über 100 US-Dollar – um dann wenig später fast auf Pennystock-Niveau abzustürzen. Doch diese Kapriolen sind Vergangenheit: Der Spezialist für Display-Technologie und Glasfaserkabel gehört inzwischen sogar zum DividendenAdel.

IBM

IBM könnte ein grandioses Unternehmen sein – wenn die Börsennotierung den IT-Dienstleister nicht alle drei Monate zwingen würde, Zahlen vorzulegen. Die sorgen nämlich regelmäßig für schlechte Stimmung, seit sage und schreibe 21 Quartalen (also mehr als fünf Jahren) geht der Umsatz kontinuierlich zurück. Auch der Jahresüberschuss liegt 20-25% unter den Bestmarken aus 2011-13.

Münchener Rück

Als eine von nur fünf DAX-Firmen blickt die Münchener Rück auf mehr als ein Vierteljahrhundert ohne Dividendenkürzung. Stattdessen gab’s in den letzten 25 Jahren exakt 21 Anhebungen – zuletzt fünf in Serie. Trotz dieser herausragenden Historie wirft die Aktie noch immer knapp 5% Rendite ab.

facebook