SDAX erstmals über 10.000: Dividendenjagd im Durchgangsbahnhof

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6 Antworten

  1. Pariah sagt:

    Ich kann Ihre Euphorie über Höhe Ausschüttungen in Form von Dividenden nicht ganz nachvollziehen.

    M.E. sollte die Ausschüttung ein Ergebnis einer nachvollziehbaren Kapitalallokation sein. Das kann auch bedeuten, dass ein Unternehmen garnicht ausschüttet wenn dies im Rahmen der Reaourcenplanung opportun erscheint.

    Im Gegenteil – mir ist es viel lieber, wenn ein Unternehmen Gewinne thesauriert und für zukünftiges Wachstum reinvestiert anstatt mir mein Geld – Gemindert um Ertragssteuern – zurückzugeben. Stichwort Compounding…

    Kann ein Unternehmen nicht mehr zu einem den Kapitalkosten übersteigenden Return reinvestieren, bietet sich ein Aktienrückkauf-Programm an. Das ist steuerlich wesentlich effizienter.

    Warum also Ihr Fokus auf Hohe Dividenden?

    • Sind wir „euphorisch“ über hohe Ausschüttungen? Nicht wirklich… wir fordern von Unternehmen, in die wir investieren, allerdings eine angemessene, stabile und möglichst nachhaltig erwirtschaftete Vergütung für das zur Verfügung gestellte Eigenkapital – eben eine Dividende. Denn davon, dass das Unternehmen Gewinne thesauriert oder anderen Anlegern, die aussteigen wollen, ihre Aktien abkauft, können wir uns kein Brötchen kaufen – dafür braucht es Cash 🙂 Im übrigen kann man alle möglichen Zahlen irgendwie „bereinigen“ (oder manipulieren), die Dividende hingegen ist eine ehrliche Erfolgskennzahl: Sie landet final auf dem Konto des Aktionärs, der dann souverän entscheiden kann, was er damit macht. In dasselbe Unternehmen investieren, in ein anderes Unternehmen investieren oder schlichtweg verprassen.

  2. Pariah sagt:

    Aber die Grundannahme des Investments im ein (gelistetes) Unternehmen ist doch, dass das zur Verfügung gestellte Kapital Gewinnne erzielt die sich Schlussendlich in der Unternehmensbewertung widerspiegeln. Steigen die Gewinne, steigt die Unternehmensbewertung, also der Kurs… Für den Kauf meiner Brötchen brauche ich also nur entsprechend viele Aktien verkaufen. Bis zum Verkaufszeitpunkt, den ich selbst bestimme und nicht das Unternehmen, rentiert sich das eingesetzte Kapital also weiter. Mich darüber zu freuen, dass das Unternehmen konstant ausschüttet und dafür im Zweifel die Investition in ein lohnendes Projekt zurückstellt überzeugt da wenig

    Was die Manipulation angeht: Am Ende des Tages geht es um Thesaurierung oder Ausschüttung. Ob das Unternehmen zwischenzeitlich irgendwelche nicht Cash-wirksamen Erzragszahlen ausweist ist Für diese unerheblich. Weise ich als Unternehmen z.B. einen „EBITDAR“, oder eine ähnliche Phantasiezahl aus ist weder für die Thesaurierung, noch für die Ausschüttung maßgeblich.

    So wie Sie es darstellen, trifft das Unternehmen für mich die Entscheidung wieviel ich, nach Versteuerung, in ein anderes Unternehmen investieren oder verprassen kann und nicht ich selbst.

    Die Dividende ist alles, aber definitiv keine Erfolgskennzahl!

    • spidy sagt:

      Ich bin Investor um vom passiven Einkommen auch zu leben. Regelmäßige Geldflüsse sind daher ein wichtiger Baustein. Allerdings darf man dabei die Kurssteigerungen nicht ausser Acht lassen, über diese Verkäufe kann ich selbst entscheiden. Auch hier arbeitet der Zinseszins Effekt langfristig für mich. Eine kontinuierliche Umsatz und Gewinnvorgeschichte eines Unternehmens wird oft weitergeschrieben wenn es eine führende Marktposition inne hat (langfristig). Kapital das nicht wertschöpfend eingesetzt werden kann soll auch den Investoren ausbezahlt werden oder auch für Aktienrückkaufe verwendet werden. Ich erfreue mich zB. immer noch an meinen AAPL Positionen seit 2010 – rund 800% Kurssteigerung und seit 2012 auch eine Dividende. Nach ein paar Jahren ist der Einstandspreis der Position über die Dividende verdient, Rückkaufprogramme onTop. Nein, ich werde die Aktie nicht verkaufen weil es nun eine Dividende gibt. Auch Teilverkäufe habe ich nie getätigt da es für mich ein langfrist Investment in Buffet Manier darstellt – eine CashMachine! Früher war es ein spektakulativer Wachstumswert den ich als Trade eröffnet hatte, heute ein solider BlueChip den ich ev. ein Leben lang halten werde… Und natürlich gibt es tausende andere Strategien unter uns Börsianern – ich mag die einfachen, die funktionieren.

      • DividendenAdel Eurozone 25Absolut Ihrer Meinung. Das ist wie bei Immobilien: Man hat laufende Einnahmen (hier Dividende, dort Miete) und dazu kommt die langfristige Wertsteigerung. Genau aus diesem Grunde weisen wir ja auch für unsere Strategien beide Parameter historisch aus – wie etwa hier im Beispiel für den DividendenAdel Eurozone 25.

    • Euro Dividendenzahler vs. NichtzahlerDas ist eine philosophische Diskussion… lassen wir doch mal Zahlen sprechen, in diesem Fall die 250 wichtigsten Aktien der Eurozone. Ein synthetisches Portfolio, das jedes Jahr gleichgewichtet mit den Firmen bestückt wird, die im Vorjahr Dividende gezahlt haben, kommt auf einen Total Return von 280%. Das spiegelbildliche Portfolio mit den Nichtzahlern erreicht im selben Zeitraum nur einen Wertzuwachs von knapp 50%.

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